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Abendgebet am Freitage.
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er Abend ist nun herbeigekommen, o mein lieber, frommer Gott und Vater! und wir sind allzuschwach, uns selbst zu helfen oder zu verwahren. Darum stärke du uns doch durch die Kraft des Glaubens und widerstehe allen feindlichen Mächten, die uns mit List oder Gewalt scha= den können. Und weil uns das äußerliche Licht nun entzogen ist, so blicke uns desto mehr inwendig an mit dem ewigen Licht deiner Gnaden, damit wir in unserer Noth und Gebrechlichkeit allezeit Rath und Zuflucht bei dir suchen und finden. Kehre unser Herz und unsern Sinn zu dir, daß wir nicht irre gehen. Hast du uns aber heute von dir abtrünnig gefunden, so rufe uns wieder mit deiner heiligen züchtigenden Gnade zu dir und bringe alles Verwirrte zurecht. Erhalte uns wider alles Urge, daß wir dir zu Lobe und Dienst leben, so wollen wir dich rühmen und nichts uns selber zuschreiben, sondern dir allein die Ehre geben. Das wollest du uns selbst lehren, und dazu alle deine Gläubige regieren, ja deine ganze Gemeine in der Welt dir befohlen seyn lassen, und einem jeden Glied das Maaß seines Leidens helfen überwinden, bis es Alles vollendet werde und wir zur ewigen Ruhe kommen in Christo, deinem Sohne, der unser Friede worden ist. Amen.o bi da
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Herr, ruhig schlaf ich eins
Auf dein Verdienst und Leiden; Es kann mich keine Pein
Von deiner Liebe scheiden; Du hast mich dir erkauft, Mein Hort und Fels bist du, Und unter deinem Kreuz Erquickt mich süße Ruh.
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Morgengebet am Sonnabend.
bba, mein lieber Bater! hilf, daß ich dich diesen Morgen und allezeit
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was dein Wille ist. Erleuchte mich mit deinem heiligen Geist und reinige mein Gewissen von allen tobten Werken, dir, dem lebendigen Gott, heut und allezeit zu dienen, durch das Verdienst deines Sohnes Jesu Christi. Gieb, daß ich nichts in mein Gemüth fasse, als was dir wohlgefällt. Siehe, ich bin dein, und du hast mich deinem Sohne in der Buße gegeben: fehe du solche täglich in mir fort durch deinen heiligen Geist, daß ich wider alles Böse ernstlich streite und mir mein Christenthum einen rechten Ernst seyn laffe. Wende von mir ab alle unnüße und böse Worte und Werke, sey durch dein Wort ein Richter der Gedanken und der Sinnen des Herzens. Auch bewahre meinen Fuß, daß ich nicht auf verbotenen Wegen gehe. Denn du weißest, lieber Vater, wie viel Feinde um und um nach meiner Seele stehen, und wie leicht ich berücket und beflecktet werde. Herr, es soll auch dein Ruhm allein seyn, wenn du meine Hülfe wider das Straucheln seyn wirst, und mein Glaube dadurch gestärket wird, daß ich dir ewiglich anhange und nicht von dir


