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Erster Theil.
8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen unbeweglich auf ihm rub'n: Felfen will ich auf ihn bauen; was er sagt, das wird er thun. Erd' und Himmel kann vergehn, doch sein Bund bleibt ewig stehn!
Von der Liebe und Güte Gottes.
Mel. des 66. Psalms.
ME
1
33. W
Vom Wesen Gottes
4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren? Und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören? Den Weg, den er mir zeigt, nicht geh'n? Sein Will' ist mir in's Herz geschrieben; sein Wort bestärkt ihn ewiglich. Gott soll ich über alles lieben, und meinen Nächsten gleich als mich.
5. Dies ist mein Dank; dies ist sein Wille. Ich soll vollkommen seyn, wie Er. So lang' ich dies Gebot erfülle, stell' ich sein Bildniß in mir ber. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht.
6. O Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen feyn! Esie stärk' in mir die guten Triebe,
mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen; sie leite mich zur Zeit des Glücks; und sie besieg' in meinem Herzen die Furcht des legten Augenblicks.
ie groß ist des All
mächt'gen Güte! ist der ein Mensch,
den sie nicht rührt? Der mit ver
härtetem Gemüthe den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe
zu ermessen sey ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch 34. D
nie vergessen; vergiß, mein Herz, auch
seiner nicht.
2. Wer hat mich wunderbar berettet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Glück genießen? It's nicht sein Arm, der alles schafft?
3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist; wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden; durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh', darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig seyn.
Gott, du bist die
Liebe! Allein zum Wohlthun hast
du Lust. Der Quälsucht harte Triebe
find deinem Herzen unbewußt. Ganz
ohne alle Gränzen ist deine Gütig
keit. So weit die Himmel glänzen, BE
übst du Barmherzigkeit. Du, Herr,
haft Wohlgefallen an dem, was du
gemacht; und hast uns Sündern
allen noch Leben zugedacht.


