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Gott, dessen Wesen
duld trägst du die Men häufe Schuld auf Schuld schenkinder, o Gott! Auch bei gehäufter Schuld trägst du die frechen Sünder! Sie nahen dem Verderben sich; du siehst es, und es jammert dich des Elends dieser Armen. Daß sie demselben noch entfliehn, suchst
durch fühnen Mißbrauch deiner Huld! Nur Tugend sei uns Freude, damit uns in der Prüfungszeit der Reichthum deiner Gütigkeit zur wahren Beßrung leite.
In eigener Melodie.
du ihr Herz zu dir zu 41 Aller Welten Herr
ziehn aus Erbar
icher! Gott! dein ganz Gebiete ist ein Schauplat deiner Güte. Sie verherrlicht täglich sich auch an uns allen, die wie noch auf Ja, sie Erden wallen. pflegt, nährt und trägt nicht nur deine Kinder, selbst die größten Sünder.
2. Dieser Langmuth Größe läßt sich zwar empfinden; aber wer kann sie ergründen? Sünder so verschonen, Millionen Schulden mit so vieler Nachsicht dulden und dabei doch so treu warnen, die dich hassen: Herr! wer fann dieß fassen?
men.
2. Du gönneft ihnen Zeit und Raum, noch in ihr Herz zu gehen, du läßt den unfruchtbaren Baum nicht ohne Pflege stehen. Du schoneft sein von Zeit zu Zeit; verziehest voll Barmherzigfeit, ihn gänzlich abzubauen. Dwelche Langmuth und Geduld! Wer sollte deiner Baterhuld nicht inniglich vertrauen?
3. Erbarmest du dich schon so sehr selbst frevelhafter Sünder, so trägst du schonend noch vielmehr die Frommen, deine Kinder. Läßt ihrer Tugend Eifer nach, und werden sie im Glauben schwach und träg zu guten Werken, so zürnst du nicht; du denkst daran, wie leicht ein Herz fich täuschen kann, und eilest, sie zu stärken.
4. Laß diese Langmuth und Geduld, Gott! unire Herzen rühren! Nie müsse deine Baterhuld zur Sicherheit uns führen! Ach! keiner
3. Doch du strafft nicht gerne, liebst nur unser Leben, Zeit zur Behrung uns zu geben, dringt dich deine Liebe, zärtliches Erbarmen. Darum hast du mit uns Armen, so voll Huld, noch Geduld, daß wir darauf achten und nach Beßrung trachten.
4. O daß doch der Reichthum deiner Vaterliebe uns zur Sinnesändrung triebe!


