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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Gebete zur Hausandacht [und] Das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesu Christi ... [und] Episteln u. Evangelia auf alle Sonntage und hohe Feste [und] Der kleine Catechismus D. M. Luthers
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Gott, dessen Wesen

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haben wir von dir. Willst du, so wird er Nichts, doch du bleibst für und für.

7. Wer hat, Unendlicher, wer hat dich ie gesehen? Kein sterblich Auge reicht bis zu des Lichtes Höhen, von welchen du mit Huld auf deine Schöpfung blickst und Alles, was da lebt, mit Seligkeit beglückst.

8. Was wir, Unendlicher, von deinem Wesen wissen, das hast du selbst zuvor uns offenbaren müssen. Die Schöpfung zeugt von dir; und deines Sohnes Mund macht uns noch deutlicher, Gott, deine Liebe fund.

9. Wir schaun dich nur von fern, noch schwach, noch unvollkommen; doch wird die grobe Hüll dereinst hin­weggenommen, die, Unbe­greiflicher! dich unserm Blick verschließt, dann sehen wir dich, Gott, so herrlich, wie du bist.

10. Indeß sei auch schon hier dein Ruhm von uns besungen. Verschmähe nicht ein Lob von fallend schwa­chen Zungen! Dort soll, wenn wir dereinst vor dir verherrlicht stehn, ein beßrer Preisgesang dich, großer Gott, erhöhn. fi

Nigd

Mel. Freu dich sehr, o meine

Was sind Engel? Was bin ich? Du, an den kein Se­raph reichet, wer, ach! wer begreifet dich? Niemand war und Niemand ist, was du warst und immer bist. Wer ersteigt des Himmels Höhen, um dich selbst im Licht zu sehen?

2. Unerschaffner, Erster, Bester, Schöpfer, Vater der Natur; du der höhern Gei­ster größter, Gott der Men­schen, Gott der Flur! du bist ganz Vollkommenheit, lebst und wirkst von Ewig­keit. Wer verkennt bei dem Gedanken seiner Einsicht enge Schranken?

3. Du, der Ursprung al­ler Gaben und Beherrscher jeder Welt, über Alles hoch erhaben, was ihr Umfang in sich hält, du bist unver­änderlich, Alles, Alles blos durch dich. Nur in deines Reiches Gränzen sehn wir deine Wunder glänzen­

4. Ja, du wohnst in ei­nem Lichte, das kein Mensch durchdringen kann. Deine Wege und Gerichte staunet selbst der Engel an. Sein Erschaffner siehet ganz deiner Hoheit vollen Glanz. Stets wird neue Tiefen finden, wers versucht, fie zu er­gründen.

5. Dennoch soll mir mei­

15 nen du biſt

der dir gleichet? und auch für mich, nie der

Thor