I. Allgemeine Gebetlieder.
Eigene Mel.( Pf. 103, 1-5. 5 Mos. 32, 10.)
3. Lobe den Herren, den mäch-| geleitet; In wie viel Noth Hat nicht tigen König der Ehren; Stimme, der gnädige Gott Ueber dir Flügel du Seele, mit ein zu den himmli- gebreitet! schen Chören! Kommet zu Hauf; Psalter und Harfe, wacht auf, Lasset den Lobgesang hören!
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2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der dich auf Adlersgefieder so sicher geführet, Der dir beschert Was dich erfreuet und nährt; Dank es ihm innigst gerühret! ( 2 Mos. 19, 4.)
3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich
4. hätte Und einen tausendfachen Mund! Ich stimmte damit um die Wette Vom allertiefsten Herzensgrund Ein Loblied nach dem andern an Von dem was Gott an mir gethan.
Eigene Mel.( Pf. 145.)
daß ich tausend Zungen| großen Wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn!
5. Lob sey dir, o mein Gott und Vater, Für Leib und Seele, Hab und Gut! Lob sey dir, mildester Berather, Für alles was dein Lieben thut, Daß mir in deiner weiten Welt Beruf und Wohlseyn ist bestellt!
6. Mein treuster Jesu! sey gepriefen, Daß dein erbarmungsvolles Herz Sich mir so hülfreich hat bewiesen, Und mich durch deinen To
weiht.
3. Ihr grünen Blätter in den Wäl- desschmerz Vom Sündenelend hat dern, Bewegt und regt euch doch befreit Und dir zum Eigenthum gemit mir! Ihr schwanken Gräser in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet seyn Und stimmet lieblich mit mir ein!
2. Was schweigt ihr denn, ihr, meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß Und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Wär jeder Puls mein Leben lang Und jeder Odem ein Gefang!
4. Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet; Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet! Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet!
4. Ach alles, alles was ein Leben Und einen Odem in sich hat, Soll sich mir zum Gehülfen geben; Denn mein Vermögen ist zu matt, Die
Lobe den Herren und seinen hochheiligen Namen, Lob ihn, was in mir ist, mit dem erkorenen Samen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht! Lob ihn in Ewigkeit! Amen. I. Neander, g. um 1640+ 1688.
7. Auch dir sey ewig Lob und Ehre, O heilig werther Gottesgeist, Für deines Trostes süße Lehre, Die mich ein Kind des Lebens heißt! Was Gutes soll an mir gedeihn, Das wirkt dein göttlich Licht allein. 8. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher


