I. Allgemeine Gebetlieder.
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2. O Gott! wie viele Sünden Hast du mir schon verziehn. Ach laß mich Gnade finden, Und segne mein Bemühn, Mich selber zu bezwingen, zu thun, was dir gefällt, Das Kleinod zu erringen, Das ewgen Werth behält.
3. Gutt! alle meine Tage Sind Zeugen deiner Huld; Wie oft traf eine Plage Mich nur aus eigner Schuld! O möchte doch dein Segen, Der mich bisher erfreut, Mich dringen und bewegen Zur thätgen Dankbarkeit!
4. Gib, daß ich dir vertraue, Der du die Liebe bleibst, Auch wenn du mich auf rauhe Und steile Pfade treibst. Wenn in Gefahr und Schmerzen Mein Geist will muthlos seyn, So flöße meinem Herzen Geduld und Hoffnung ein.
5. Zum Besten soll mir dienen Das Leiden dieser Zeit; Noch ist sie nicht erschienen, Die große Herrlichkeit Und Wonne, die die Deinen Dereinst beglücken soll; Sie säen unter Weinen, Und ernten freudenvoll.
Eberh. Fried. Prinz von Hohenlohe Kirchberg, g. 1737 † 1804. Mel. Herr, wie du willt.( Pf. 5, 2. 3. 57, 11.)
10. Gott! deine Güte reicht| 3. Ich bitte nicht um Ehr und
so weit, So weit die Wolken gehen; Du krönst uns mit Barmherzigkeit Und eilst, uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, Vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort, Denn ich will vor dir beten.
Ruhm, So sehr sie Menschen rühren; Des guten Namens Eigenthum Laß mich nur nie verlieren. Mein wahrer Ruhm sey meine Pflicht, Der Ruhm vor deinem Angesicht, Und frommer Freunde Liebe.
4. So bitt ich dich, Herr Zebaoth, Auch nicht um langes Leben; Im Glücke Demuth, Muth in Noth, Das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit; Laß du mich nur Barmherzigkeit Vor dir
2. Ich bitte nicht um Ueber-| fluß Und Schätze dieser Erden; Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden; Gib mir nur Weisheit und Verstand, Dich, Gott, und den, den du gesandt, Und mich selbst im Tode finden. zu erkennen.
Gellert, g. 1715 † 1769. Eigene Mel.( 5 Mos. 4, 29. Jerem. 29, 13: c.)
11. Sieh, hier bin ich, Ehren-| Thron; Schwache Thränen, könig, Lege mich vor deinen Kindlich Sehnen Bring ich dir,


