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I. Allgemeine Gebetlieder..
12. Seele, gib dich nun zufrieden: Nur vergiß nie sein Gebot: ,, Sey geJesus kommt und stärkt die Müden; treu bis in den Tod!"( Offenb. 2, 10.) Schubart, g. 1739 † 1791.
Eigene Mel.( 2 Petri 3, 9. Jerem. 29, 11.)
22. Der du das Loos von mei-| 4. Selbst aus des Lebens Bitter
keiten, Weißt du mein Glück mir zu bereiten Und schaffft aus Finsternissen Licht; Du bahnst vor mir die rauhen Stege Und leitest mich auf meinem Wege, Wenn Licht und Lei tung mir gebricht.:
nen Tagen Und meines Lebens Glück und Plagen Mit Güt und Weisheit mir bestimmt, Dir, Gott, dant ich mit frohem Herzen, Das seine Freuden, seine Schmerzen Aus deinen Segenshänden nimmt. 2. Du hast im Lauf von meinent Leben Mehr Glück als Leiden mir gegeben, Mehr Guts, als ich perdient, beschert. Muß ich den Abend lang auch weinen, Lässt du mir doch die Sonne scheinen, Wann kaum der Morgen wiederkehrt.
5. Drum soll vor dir mein Herz sich stillen; Ich weiß, daß ohne deinen Willen Kein Haar von meinem Haupte fällt. Auf dich allein kann ich vertrauen Und meiner Zukunft Hoffnung bauen In dieser unbeständgen Welt.
3. Soll ich nach deinem Wohlgefallen Durch mancher Prüfung Enge wallen, Die Fleisch und Blut mir schwerer macht, So darf mein Herz doch nicht verzagen; Ich weiß, du bist bei meinen Plagen Stets auf mein wahres Wohl bedacht.
6. Ja, Herr, es sey mein ganzes Leben Bloß deiner Leitung übergeben, Bis dieser Leibesbau zerbricht. Ob Berge fallen, Hügel weichen, Und Welten sich zum Einsturz neigen, So weicht doch deine Gnade nicht!
( Jef. 54, 10.)
Pazke, g. 1727 † 1787.
Mel. Herr Jesu Christ, mein's.( Luc. 11, 9. 10. Pf. 25, 42c.) 23. Gott, Vater in dem Him- ten sey Und alles was zur Sünde mel! sprich Dein Wort des Segens über mich, Daß ich im Frieden jeden Tag Beginnen und vollenden mag. 2. Herr! was mir deine Hand bestimmt, Was sie mir spendet oder nimmt, Glück oder Weh, das gelte mir Als Segen und Geschenk von dir. 3. Gib mir ein Herz, durch Gnade fest, Das dich in allem walten läßt Und unbedingt mit Kindesmuth In deinem Vaterwillen ruht.
4. Hilf, daß ich züchtig, flug und treu In Worten, Sinn und Wer
räth, In mir besiege durch Gebet. 5. Laß deines Sohnes Gnadenschein Beständig mir im Herzen seyn; Sein Leben, Wort und Kreuzesbild Sey meiner Seele Sonn und Schild. 6. Fällt mir ins Herz dein Lebenswort, Dann wirke du, daß es sofort Im Innern auffeimt, Wurzel schlägt Und Frucht für dich und andre trägt.
7. Bedroht mich Trübsal und Gefahr, So rette du mich immerdar; Und laß mich, wenn ich Hülfe fand, Demüthig küssen deine Hand.


