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Am 4. Sonntage nach Trinitatis.
eure Sorgen werfet auf ihn, denn| des Balkens in deinem Auge er forget für euch. Seid nüchtecn wirst du nicht gewahr? Oder, und wachet: denn euer Wider- wie kannst du sagen zu deinem facher, der Teufel, gehet umher Bruder: Halt still, Bruder, ich wie ein brüllender Löwe und will den Splitter aus deinem suchet, welchen er verschlinge; Auge ziehen und du fichest selbst dem widerstehet fest im Glauben nicht den Balken in deinem Auge? und wisset, daß eben dieselbigen Du Heuchler, ziehe zuvor den Leiden über eure Brüder in der Balken aus deinem Auge und Welt gehen. Der Gott aber bestehe dann, daß du den Splitter aller Gnade, der uns berufen aus deines Bruders Auge ziehest. hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Demselben sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. dad
Evangel. am 4. Sonnt. nach Trinit., Luc. 6, v. 36-42.
met.
Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht verdam: Vergebet, so wird euch vergeben. Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überflüssig Maß wird man in euren Schoos geben; denn eben mit dem Maß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht Beide in die Grube fallen? Der Jünger ist nicht über seinen Meister; wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge und
Epistel, Röm. 8, v. 18-23. Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht werth sei, die an uns soll offenbaret werden. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitel, feit ohne ihren Willen, sondern um deßwillen, der sie unterwor fen hat auf Hoffnung Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des vergänglichen Wesens zu der Herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Kreatur sehnet sich mit uns, und ängs stet sich noch immerdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, fehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unsers Leibes Erlösung.
UTE
Evangel. am 5. Sonnt. nach Trinit., iniuc. 5, v. 1-11.
Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hören das Wort Gottes und er stand am


