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Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienste wie auch zur häuslichen Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
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Erst. Theil. I. Bom Borte Gottes.

zuhören. Lenke Sinnen und Be- 1 viel zu hoch und wichtig. Wir gier zu des Himmels süßen Leb- wissen's und verstehen's nicht, wo ren, daß die Herzen von der Erden uns, Herr, deines Wortes Licht den Weg zu dir nicht zeiget. ganz zu dir gezogen werden!

2. Drum sind vor Zeiten aus­gesandt Propheten, deine Knechte; so wurden damals schon bekannt den Menschen deine Rechte. Zu­deine legt ist noch dein lieber Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren.

3. O, du Glanz der Herr­lichkeit! Licht von Licht aus Gett 3. Mit Lob und Preis, o geboren! Heiligster! von Ewigs feit hast du dir uns auserforen! Lehre deines Himmels Erben, lehr' uns leben, lehr' uns sterben!

Nach dem öffentlichen

Gottesdienst.

The Nach der vorigen Melodie.

öchster Gott, wir dans

5. Höchster ten dir, daß du uns

dein Wort gegeben! Hilf uns ferner, daß auch wir nach dem selben heilig leben! Gib dem Glauben solche Stärke, daß er thätig sei im Werfe!

2. Dieses Lebens Wissenschaft bleibt mit Finsterniß umhüllet, wenn nicht deines Geistes Kraft uns mit Licht von Gott erfül: let. Glaubend lehr' auf's Wort uns merken; laß es uns zum Leben stärken!

2. Unser Gott und Vater, du, der du- lehrst uns, was wir sol­len, schenk' uns deine Kraft da­zu; gib zum Wissen auch das Wollen, und zum Wollen das Vollbringen, so wird alles wohl Risi gelingen!

hst du Mel.: Es ist das Heil uns kom.

6. Wir Menschen sind von selbst, o Gott, zum Geistlichen untüchtig. Dein gött: lich Wesen, dein Gebot, sind

höchster Hort, muß Herz und Mund dich ehren; da wir in deinem theuren Wort dich zar uns reden hören! Mach' uns durch deinen Geist bereit zu dem, was uns dies Wort gebeut; hier redest du, nicht Menschen. Y

4. Hilf, daß der frechen Spötter Schaar uns nicht vom Wort abwende; ihr Spott bringt tödtende Gefahr, und nimmt ein schrecklich Ende. D, laß dagegen immer mehr dein Wort zu deines Namens Ehr' uns sich fräftig zeigen!

5. Herr, öffne du uns selbst das Herz, daß wir dein Wort recht fassen; gib, daß wir es bei Freud und Schmerz nie aus den Augen lassen! Laß uns nicht Hörer nur allein, nein, Vater, laß uns Thäter sein, und uns nicht selbst betrügen!

6. Der Same wird am Weg so

fort vom Teufel weggenommen in Fels und Steinen kann das Wort zu keiner Wurzel kommen. Der Same, der in Dornen fällt,