hand and son
Vorrede.
Es ist ohne mein Vermuthen an mich begehrt worden, etwas auf die Art des Bogatzky'schen Schäßkästleins und etlich anderer zu verfertigen. Mir ist's eine Freude, an dem Worte Gottes irgend besonders zu dienen, da ich es im Deffentlichen nun nicht mehr thun kann. Wenn ich hiebei anderer an so vielen Seelen schon viele Jahre gesegneter Arbeit im Wege stehen, oder sie mit der meinen, zu meiner eigenen Schande, verdrängen wollte, so könnte man mich entweder eines aufgeblasenen Sinnes, oder eines sündlichen Neides beschuldigen. Daher faßte ich nur den unsträflichen Vorsatz, etwas zu liefern, das neben dem nüßlichen Gebrauch jener Aufsätze, einigen Dienst, so es der HErr segnen wollte, thun möchte. Ich vermeinte, daß wir an solchen Liedern, die eigentlich von dem Lobe GOttes handeln, in Gesangbüchern und sonsten keinen Ueberfluß haben. Denn da unsere gottseligen Alten in ihren Liedern gemeiniglich ein Gloria und Halleluja angehängt, so haben es die Neueren gar sparsam gethan. Nun gehört dieses nicht weniger zum Gottesdienst, als die Lieder, die die Lehren, Ermahnungen, Gebete und Trost in sich halten, es sey in der Gemeinde oder zu Hause. Ich wollte also in diesem Stücke einen Versuch thun, ob der HErr Gnade gebe, daß ich hierin den Kindern Gotres eine geringe Beihülfe leisten möchte. Daher machte ich über so viele Sprüche gls Tage im Jahre find, eine kleine Ode, die vornehmlich auf die Anbetung GOttes, auf das Lob Seiner Eigenschaften, auf den Ruhm Seiner Werke und auf den Dank für Seine Wohlthaten, doch ohne Ausschluß jener Absichten, gerichtet wären. Dieser, dachte ich, kann man sich neben allen andern


