IV
Hillers Lebenslauf.
Brettach. 1727 gieng ich nach Hause, informirte meinen Bruder und vikarirte zugleich für die zween Speciäle in Roßwaag und Vaihingen; wurde folgendes Jahr nach Schwaigern zu dem dasigen Stadtpfarrer und Diakonus als beeder Vikaris gesendet, und kam nach einem halben Jahre zum Herrn Special nach Roßwaag. 1729 friegte ich Erlaubniß, in Nürnberg bei dem Marktvorsteher von Müller zu informiren. 1731 suchte ich im Spätjahre wieder die Heimath, und wurde bald hernach Vikarius in Hessigheim, bis ich 1732 Pfarrer in NeckarGrüningen wurde.( ,, Auf dieser, damals armen Pfarrei," bemerkt hiezu Hillers Sohn, wozu ihn die redliche Einfalt gebracht hatte, die die Absicht seiner Herren Beförderer zu wenig achten wollte, lebte er vergnügt, hatte aber eine harte Noth in der, nun zum dritten Mal erfahrenen Flucht vor den Franzosen auszustehen, da seine Frau eben in den Umständen ihrer ersten Geburt war. Ohne Zweifel war zwar diese Angst und Flucht der Grund von der beständigen Kränklichkeit des ersten Sohnes bis in sein 19tes Jahr, wo er starb; doch auch nach dem Zeugnisse der Geburtshelferin die einzige Rettung der Mutter, und das Mittel zur glücklichen Geburt.") Vier Jahre nachher wurde ich unvermuthet nach Mühlhausen, meinen Geburtsort, berufen, wo man mich 35 Jahre zuvor als einen schwächlichen Waisen hinweggetragen hatte.( ,, Hier hatte er," so erzählt sein Sohn, bei den, dem Separatismus zugethanen Herren des Orts viele Ulebung in Liebe und Ernst, und pflegte davon zu sagen, daß sie ihm den Katechismus gut hätten lernen gemacht. Er wandte alle Nebenzeit auf den Unterricht seiner Söhne, und schrieb eine gedruckte kleine Poefie: Gott geheis ligte Morgenstunden zur poetischen Betrachtung des Thaues; fieng auch die poetische Beschreibung des Lebens Jesu an, die in Steinheim zum Druck vollendet wurde.") Nach zwölf Jahren, 1748 am 11. Junius, wurde ich zur Pfarrei Steinheim befördert, wo ich aber zu Ende des dritten Jahres meine Stimme zum Predigen verlor.( ,, Auf dieser, für Amt und Haus
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