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Fürstl. Nassauisches neues verbessertes Gesangbuch zur Beförderung der öffentlichen und häuslichen Erbauung
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548 Gebet bei unfruchtbarer Witterung.

Himmel dich vergessen und spotten. Ich weiß, daß du mein Schöpfer, alle Dinge in der Welt zu Werkzeugen deiner Gerechtigkeit machen, und zum Verderben der Sünder brauchen kannst: das Sandkorn eben sowohl, als den Blitz einer Wetterwolke. Aber wenn ich nur immer fromm und gottesfürchtig wandle( und dazu gib du mir Gnade!) alsdann kann ich mich jederzeit deiner Gnade freuen, die sich unserer in Christo Jesu erbarmet, und keine Lust hat am Verderben des Sün­ders! alsdann kann ich den Trost haben, daß ohne dich kein Haar von meinem Haupte fällt, daß ohne deinen Willen kein Verderben meine Hütte, kein Schaden un­sere Felder trifft: oder, wenn du auch eine Prüfung über mich wolltest kommen lassen, daß doch alles zu meinem Besten von dir wird gelenket werden.

Hier bin ich dann, mein Vater! Mit allem, was ich bin und habe, gebe ich mich in deine gute Vater­hand, und überlasse mich deinem Schutz. Bewahre mich und die Meinigen, und alle Menschen! Behüte die Früchte des Landes; und segne uns an Seele und Leib mit deinen Gütern. Gott, tröste uns! Laß leuch­ten dein Antlitz über uns, so genesen wir. Amen. Unsere Hülfe stehet im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Ps. 124, 8.

Gebet bei unfruchtbarer Witterung.

Allmächtiger, gütiger Gott! großer Erhalter und Ver­forger aller Geschöpfe, und deiner Menschen Vater! Mit tiefer Demuth und kindlichem Vertrauen tragen wir dir unser allgemeines Anliegen vor, da eine lange anhaltende Dürre( Nässe oder Kälte) den Segen der Erde zu verderben drohet, welchen wir für dieses arme Leben so nöthig bedürfen.

Zwar du weiser Vater, machst in deiner großen Haushaltung alles wohl, und zu rechter Zeit; du bist auch