Von Gott und seinen Eigenschaften.
schrecken Wird dann die heuchler treffen.
6. Laß mich, o höchste Majestät, Dein helles auge scheuen, Das nie kein heuchler hintergeht Mit falschen schmeicheleien. Durchdringe kräftig seel und geist Mit deinen heitern blicken. Laß, was geheime schande heißt, Samt allen bösen tücken, Mich stets sorgfältig meiden.
Mel. Dreieinigkeit, der ic.
20. großer Gott, Der
alle ding erfüllet; Vor dessen blick Kein dunkel uns verhüllet! Wohin soll ich Vor deiner allmacht gehn? Und wohin flieh'n, Von dir, Herr, ungesehn?
2. Könnt ich auch schnell Mich zu den wolken schwingen, Und wieder schnell Bis in die tiefe dringen: So hielte mich Doch deine hand auch da: Denn wo ich bin, Da bist du, Herr, mir nah.
3. Dein auge sieht, Was nacht und abgrund decken: Es kann sich nichts Vor dei nem licht verstecken. Du kennst genau Das inn're der natur, Der ganzen welt, Und jeder kreatur.
4. Kein falscher Gott,
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Aus falschem wahn verehret, Hat je sein volk Das künftige gelehret: Du aber weiß'st, Was künftig wird geschehn; Und läsfest auch In deinem wort es sehn.
5. Du weißt und hörst, Was deine kinder beten; Du siehst, wenn sie m stillen vor dich treten; Noch eh ihr mund Dir ihren kummer sagt, Vernimmst du schon, Was dir ihr seufzen klagt.
6. Vor menschen bleibt Hier manche that verborgen: Dir aber ist Die nacht ein heller morgen. Und was hier noch In finsterniß geschieht, Entdeckt einst dein gericht, Dem nichts entflieht.
7. Wohl dem, der hier Vor deinem antlitz wandelt; Und der vor Gott Und menschen redlich handelt! Der steht alsdann, Als dein bewährter freund, Getrost vor dir, Wenn nun dein tag erscheint.
8. O prüfe selbst Die innersten gedanken, Ob sie vielleicht Von deiner richtschnur wanken. Bin ich, o Gott, Noch auf verkehrtem


