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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Gebete zur Hausandacht [und] Der kleine Catechismus D. M. Luthers
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Gott, dessen Wesen

duld trägst du die Men häufe Schuld auf Schuld schenkinder, o Gott! Auch durch fühnen Mißbrauch bei gebäufter Schuld trägst deiner Huld! Nur Tugend but bie frechen Sünder! sei uns Freude, damit uns Sie nahen dem Verderben in der Brüfung@ zeit der fich; bu fiebst es, und es Reichthum beiner Gütigkeit jammert dich des Elends zur wahren Beßrung leite. dieser Armen. Daß sie dem selben noch entfliehn, suchst

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In eigner Melodie.

bu ihr Herz zu bir zu 41 ller Welten Herr­ziehn innigem Erbar­

men.

2. Du gönnest ihnen Zeit und Raum, noch in ihr Herz zu geben, du läßt ben unfruchtbaren Baum nicht ohne Pflege stehen. Du scho­neft sein von Beit zu 3eit; verziehest, voll Varmherzig­feit, ihn gänzlich abzuhauen. Dwelche Langmuth und Geduld! Wer sollte beiner Baterbulb nicht inniglich vertrauen?

3. Erbarmest du dich schon so sehr selbst frevelhafter Sünder, so trägst du scho­nend noch viel mehr die From men, deine Kinder. Läßt ihrer Tugend Eifer nach, und werden sie im Glauben schwach und träg zu guten Werken, so zurnst du nicht; du denkst daran, wie leicht ein Herz sich täuschen kann, und eilest, sie zu stärken.

4. Laß diese Langmuth und Geduld, Gott! unsre Herzen rühren! Nie müsse deine Vaterhuld zur Sicher­heit uns führen! Ach! keiner

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ganz Gebiete ist ein Schau­platz deiner Güte. Sie ver herrlicht täglich sich auch an uns allen, die wir noch auf Erden wallen. Ja, fie pflegt, näbrt und trägt nicht nur deine Kinder, selbst die größten Sünder.

2. Dieser Langmuth Größe läßt sich zwar empfinden; aber wer fann fie ergrün den? Sünder so verschonen, Millionen Schulden mit so vieler Nachsicht dulden und dabei doch so treu warnen, die did bassen: Herr! wer kann dieß fassen? u

3. Doch du strafft nicht gerne, liebst nur unser Le ben, Beit zur Beßrung uns zu geben, dringt did deine Liebe, zärtliches Er barmen. Darum hast du mit uns Armen, so voll Huld, noch Geduld, daß wir darauf achten und nach Beßrung trachten.

4. O daß doch der Reich thum deiner Vaterliebe und zur Sinnesändrung triebel