24
Gott, dessen Wesen
mein Leben sanft vor bir dem Laster, das noch mehr, verfließen; so werd ich dort mit allen Engelchören dich fröhlich ehren.
wie sie zu fürchten war.
34
Mel. Mein Gott, das Herz enn sich mein Geist, Allmächtiger, der Gnaden Menge denkt, womit du mich, mein Gott und Herr, so unverbient beschenkt:
2. Dann ist mein Herz so hoch erfreut, ganz deiner Güte voll und weiß vor heißer Dankbarkeit nicht, wie es banken soll.
3. Als ich noch in der Mutter Schooß in Nacht verborgen schlief, bestimmtest du, o Herr, mein Loos, das mich zum Leben rief.
4. Du wählst des Sterblichen Geschic, eb er ge boren ist; und so ward ich, o welch ein Glück! durch die Geburt ein Chrift.
5. Schwach an der Brust, vernahmst du schon, was kein Gebot noch war, und neigtest zu des Weinens Ton dein Ohr gefällig bar.
6. Wenn ich als Jüngling von dem Pfad der Tugend mich verirrt, bat mich unsichtbar, Herr, dein Rath oft wieder drauf geführt.
7. Du warst mein Schutz und meine Wehr vor Unglück und Gefahr; und vor
8. Ich sah, vor Krankheit bleich, durch dich mein Leben hergestellt, und deine Gnade schmückte mich, wenn Sünde mich entstellt.
9. Von Freudenstrahlen glänzt mein Blick, da du so hoch mich liebst und mir in wahrer Freundschaft Glück mehr, als ich wünschte, gibst.
10. Und welche Wohl that, Herr, ist nicht dieß Herz, das fühlen kann, dieß Herz, ganz dein, das dantbar spricht, was du an mir gethan!
11. Kein Tag soll würdger mir vergehn, als, Ewger, dir zum Preis; ich will frohlockend dich erhöhn als Jüngling und als Greis.
12. In Schrecken, Angst, Gefahr und Noth trau ich allein auf dich. Durch dich gestärkt, ist selbst der Tob mir nicht mehr fürchterlich.
Mel. Mein ganzer Geist, Gott
35 D Gott, deß starte Hand die Welt erschaffen hat und noch er hält, ich spüre deine Güte hier auf der Welt an je dem Ort. Sie hilft mir Schwachen gnädig fort; und wenn ich mein Gemüthe von hier zu dir, o Gott, wende, streckst du Hände
voll


