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Zweite Abtheilung. II. Abschnitt.
hern Frieden mit dir vereint haft. O wie selig sind, die also in dem Herrn sterben! Wie selig, die aus der Unruhe dieser Welt zur stillen Heimath abgerufen sind! p158 Gott alles Trostes, Vater der Wittwen und Waisen! der du nach deinem heiligen Rath dies theure Glied unseres Hauses von uns weggenommen, wir bitten dich in Demuth und Zuversicht, daß du uns, die gebeugten, verwaiseten Hinterbliebenen, kräftig aufrichten und trösten wolleft durch deinen heiligen Geist, daß wir uns deinem väterlichen Willen in christlicher Geduld und findlichem Vertrauen unterwerfen. Erquicke uns, Herr! mit deiner Hülfe und erseße uns, was wir vermissen, aus dem unendlichen Reichthum deiner Barmherzigkeit.
Und weil allen Menschen geseßt ist, einmal zu sterben und darnach das Gericht, so laßt uns solches bei diesem Todesfall recht zu Herzen nehmen, und stets daran denken, daß auch wir sterben müſsen. Hilf uns, daß wir uns beständig auf deine Erscheinung bereit halten, daß wir dir, wenn du uns abrufest, mit Freutigkeit folgen können. Wir haben ja hier keine bleibende Stätte, sondern wir suchen die, welche zukünftig ist. Unser wahres Vaterland und Bürgerrecht ist aber im Himmel, von dannen wir auch warten unseres Heilandes Jesu
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