Bußgespräch der andächtigen Seele.
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mich, daß der Feind nicht rühme sich, er hab' ein solches Herz gefället, das auf dich die Hoff nung stellet. Amen.
Bußgespräch der andächtigen Seele. Bedenke, meine Seele, in was für einem gefährlichen Zustand du lebest. Du fündigest und ladest GOttes Zorn auf dich, und bist nicht einmal auf Buße, Besserung und Aenderung deines bösen Lebens bedacht. Weißt du nicht, was dein Heiland saget: es ist schon die Art dem Baum an die Wurzel geleget, welcher Baum nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen, und ins Feuer geworfen? Nun sind ja böse Werke, sündliche Worte und ein unartiges Leben, keine guten sondern böse Früchte, darauf der Zorn GOttes und die Strafe folget. O darum be: denke dein Heil! hüte dich für GOttes Zorn. Erkenne deine Ungerechtigkeit, und fliehe zu GOttes Barmherzigkeit; ja, schicke dich und begegne deinem GOtt. Was du aber thun willt, das thue bald, die Zeit ist flüchtig, das Leben ist kurz, der Tod gewiß, die Stunde ist ungewiß. Die Gnadenthür ist noch offen; eile hinzu, ehe sie verschlossen wird, darnach du, wie die thörichten Jungfrauen, wirst abgewiesen werden. Vielleicht wird GOttes Zorn wegen deiner Sünden bald anbrennen; falle doch dem erzürnten GOtt mit wahrer Reue über deine Sünde in die Ruthe, und sage: Bater, ich habe gesündiget im Him


