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Die erste Andacht.
Die andächtige Seele bereitet sich zur Beicht. Gebet um Andacht.
du gnädiger und barmherziger GOtt, ich klage dir mit Thränen die natürliche Unart meines Herzens, wie es so schwer zum Guten zu bringen ist, und so ja durch deine Kraft in dem Gebet ein glücklicher Anfang gemacht ist, daß es gleich wieder ausschweifet, mit fremden Gedanken mich oft irre macht, und mit sündlichen Einfällen überhäufet. Weil ich denn nun befürchte, daß auch dergleichen mir jetzt, da ich mich zur Beicht und zu dem heiligen Abendmahl schicken will, begegnen möchte; ach HErr! so gieb mir eine doppelte Kraft, dadurch ich die bösen und irdischen Gedanken vertreiben, hingegen in eifriger Andacht beharren könne. Bewahre meine Augen, daß nicht durch dieselbe sündliche Ge danken in mein Herz fallen, daß nicht durch Anschauen irdischer Dinge, unartiger Menschen, oder was der Satan um diese Zeit mir vor Augen bringen und stellen kann, aus meiner Andacht kommen möge, sondern daß ich in deiner Kraft meine Augen abwende, und durch Niederschlagung derselben alle böse Gedanken aus dem Herzen ausschließe. Bewahre auch mein Herz, daß darin sich nicht mögen einfinden Hausge: schäfte, Sorgen der Nahrung, böse Lüste, und eitle Betrachtungen; sondern treibe du aus dem


