Druckschrift 
Johann Friedrich Stark's Ev. Predigers zu Frankfurt am Main, Communion-Buch [Kommunion-Buch], oder die andächtige Seele in der Beicht und bei dem heiligen Abendmahl, sammt zwölf Regeln einer feinen äußerlichen Zucht, wie man sich zu des Herrn Tisch nahen soll
Entstehung
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wenn man zur Beicht gehen will.

werth, daß ich dein Kind heiße; nimm mich wie­der an, um JEsu deines geliebten Sohns willen, um desselben Willen schone, und nicht nach Wer­ken lohne. Laß nicht allein meine Lippen, son­dern auch mein Herz beichten, auf daß ich, wie der bußfertige Zöllner, gerechtfertiget hinab in mein Haus gehen möge, so wird dieses ein rech­ter glückseliger Tag sein, an welchem die Last von meinem Herzen und Gewissen wird genom­men, welche ich die vergangene Zeit darauf ge­laden habe: ein Tag, an welchem dein Zorn ge­gen mich aufgehoben, hingegen neue Gnade mir wird mitgetheilet werden; o seliger Tag, an wel­chem mein Taufbund soll erneuert, die Sünden vergeben, und der neue Vorsat in mir bestätiget werden, in dem Guten ferner fortzufahren, die Sünde zu hassen und zu lassen, dagegen das Gute zu thun. Ach GOtt, du mußt dieses alles in mir wirken, du wirst es auch thun; denn ich weiß, daß du gnädig bist, und willst nicht den Tod des Sünders. Laß mich an den übrigen Ta­gen meines Lebens daran gedenken, was ich dir an diesem Tag versprochen habe, und daß ich sol­ches Versprechen durch Hilfe des heiligen Gei­stes treulich halten, und also deiner Gnade im Leben und Sterben versichert sein und bleiben möge. Ach! führe mein Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich möge alles vermei­den, was dich und mich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. Amen, in JEsu Namen, Amen.