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und Heuchelei mein Herz und meine Zunge frei!
3. Wenn Frevler auch noch da dich schmähn und frech vor dir mit Lügen stehn; dann laß mein Herz erschret fen. Weh dem, der dich und deine Macht zur Hülle seiner Bosheit macht, sie vor der Welt zu decken! Weh ihm, er stürzet freventlich in ewiges Verderben sich.
Anhang.
4. D Seele, wenn du noch dich liebst, bedenk, was du zum Pfande gibst: dein Glück, dein ew'ges Leben! Verwirf nicht mit Verwegenheit dein Theil an Gott und Seligkeit; wer kann dirs wiedergeben? Was hilft dir dann die ganze Welt; Nichts hat sie, was dich schadlos hält.
5. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Hei land ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn bei den Leiden dieser Zeit dein Trost nicht mehr mein Herz erfreut, dein Trost nicht, wann ich sterbe: wer wird mich dann
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von Qual befrein? Dann besser: nie geboren sein!
6. Wie thöricht, wer noch denkt und spricht: Gott sieht es nicht, Gott achtets nicht! So lästern Frevlerrotten. 3war seine Langmuth ist bekannt, er lähmt nicht jede falsche Hand: doch läßt er sein nicht spotten; ist Richter uns schon in der Zeit, einst Richter in der Ewigkeit.
7. Drum soll nicht Ehre, Gut und Geld und nicht die Macht der ganzen Welt, mich blenden und verführen; und drohten mir auch Schmerz und Leid, ich will doch meine Seligkeit muthwillig nicht verlieren. Es gilt kein Leid, kein Glück der Zeit, nein, es gilt Gott und Ewigkeit.
8. Gott, heilige du selbst mein Herz, daß ich nicht frevelnd Spott und Scherz mit Wort und Eidschwur treibe; daß ich der Wahrheit treuer Freund, auch, wenn es mir zu schaden scheint, mit frohem Muthe bleibe! Dann kann ich ohne Furcht und Graun dem Tode selbst ins Antlig schaun.
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TOTO
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