Anhang.
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den in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld. Er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urtheil sprechen und mit mir haben noch Geduld.
6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein kräftig Wort.
7. Hat er es denn be schlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängniß gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen, ich will mit Gott ihn überstehn.
gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.
2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dir's soll wohlergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott ihm gar nichts nehmen; es muß erbeten sein.
8. Ihm hab ich mich er geben, zu sterben und zu leben, sobald er mir ge beut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. LIT
9. So sei nun, Seele, seine und traue dem alleine der dich geschaffen hat! Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rath.
3. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt. Und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rath gefällt.
4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlts dir nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht. Dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun. tr
5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten wiederstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn;
In eigener Melodie.
753 Befiehl du deiz was er ihm vorgenommen
und er
ne Wege und was dein Herze fränkt, der allertreusten Pflege deß, der den Himmel lenkt; der Wolken, Luft und Winden
das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel.
6. Hoff, 0 du arme Secle, hoff und sei unverzagt


