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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen / im Verlage der Großherzogl. Invaliden- und Soldaten-Waisen-Anstalt
Entstehung
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Anhang.

nur getrost die Pforte zu. Was trauerst du? Dein Gast geht hin zur ewgen Ruh."

3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach, ihr Lie­ben, folgt ihm segnend nach. Hab gute Nacht! Der Tag war schwül im Erdgewühl; hab gute Nacht, die Nacht ist kühl. sdon

4. Ein Festschmuck ist des Sarges Tuch, ein Sieges­zug der Leichenzug. Tri­umph! der Herr macht gute Bahn! Sein Kreuz voran! Das winkt und deutet him­melan. d 200

5. Jhr Glocken, tönet festlich drein und läutet hell den Sabbath ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist.

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16. O selig, wer das Heil erwirbt, daß er im Herrn, in Christo stirbt! Oselig, wer vom Laufe matt die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat.

7. Was suchst du, Mensch bis in den Tod? Du suchst so viel, und Eins ist Noth! Die Welt beut ihre Güter feil; denk an dein Heil und wähl in Gott das beste Theil! m

8. Was sorgst du bis zum letten Tritt? Nichts brach­

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test du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz; schau himmelwärts: Da, wo dein Schatz ist, sei dein Herz.

9. Mit Gott bestell dein Haus bei Zeit, eh dich der Tod an Todte reiht. Sic rufen: gestern wars an mir, heut ists an dir, hier ist kein Stand, kein Bleiben hier.

10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, aus Wieg und Bett in Sarg und Grab, wann, wie und wo, ist Gott bewußt; schlag an die Brust, du mußt von dannen, Mensch, du mußt!

11. Da ist kein Siß zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wan­genroth. Im Finstern droht der Tod und überall der Tod., mind#OTID

12. Ach, banges Herz im Leichenthal, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bist es, Jesu, der mit Macht aus Gräbernacht das Leben hat ans Licht gebracht.

13. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: Wer an mich glaubt, stirbt nimmer­mehr! Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, dein Himmelgehn läßt uns den Himmel offen sehn.

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14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut, schon hier die ewgen Hütten baut! Er sieht