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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen / im Verlage der Großherzogl. Invaliden- und Soldaten-Waisen-Anstalt
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für köstliche Gedanken! Uns zählbar sind sie mir, denn sie sind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schöpfer, sehn, dir folgen und dein Lob, so gut ich kann erhöhn.

Gott, dessen Wesen

9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ichs meine; ob ich rechtschaffen bin, wie ich von außen scheine. Sieh, ob mein Fuß vielleicht auf falschem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir er­höht.

Mel. Wie groß ist des Allmächt­gen Güte,

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25 o sind die Wei­

sen, die mich lehren, wie unser Gott all­wissend ist? wer kann mir Forschenden erklären, was sein Verstand faßt und er­mißt? Wer kennet ihn von Angesichte? wer, wenn er noch so hoch sich schwingt? Bekennts: Er wohnt in einem Lichte, zu dem kein sterblich Auge dringt.

2. Könnt ich die Sterne Gottes zählen, der Erde Staub, den Sand am Meer und die Gedanken aller See­len von ihrem ersten Ur­sprung her, so wär ich wei­ser, als auf Erden ein Mensch ist, als am Strom des Lichts vielleicht selbst Engel jemals werden; doch

wüßt ich gegen Gott noch nichts.

3. Nichts gegen ihn, der sie durchschauet, die Tiefen der Unendlichkeit und jede Welt, die er gebauet, und jeden Punkt der Ewigkeit. O du, der Alles weiß und nennet, was ist, was wer­den soll und war: wie bist du jedem, der dich kennet, unendlich groß und wun= derbar!

4. Ja, dich bewundern, dir vertrauen ist meines Geistes erste Pflicht. Mit Ehrfurcht darf ich nach dir schauen, doch dich begreifen kann ich nicht. Gott, nach dem Licht, in dem du woh­nest, schau ich mit heiliger Begier; du siehst es gnä­dig und belohnest mit Weis­heit meinen Blick nach dir.

5. Die Weisheit warnet mich vor Sünden, vor Selbstbetrug und Heuchelei. Ich denke stets: Gott kann mich finden, wie tief ver­borgen ich auch sei. Vor ihm kann keine Nacht mich decken, kein falscher Schein betrüget Mich würde stets sein Dasein schrecken, tönnt ich gleich aus der Welt entfliehn.

6. Wer kennet seines Her­zens Tiefen? Wer darf, o Gott, sich selber traun? All­wissender, du wollst mich prüfen, du wollest ganz mein