B. Schullieder.
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5. Wenn mein Herz und| meines Gottes Tag! wenn Gedanken vergehn als wie ich im Grabe genug ge ein Licht, das hin und her schlummert habe, erweckst thut wanken, wenn ihm die du mich. Flamm' gebricht:
6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein nach deinem Rath und Willen, wann kommt mein Stündelein,
7. Und laß mich an dir kleben, wie eine Klett' am Kleid, und ewig bei dir le ben in Himmels Wonn' und Freud'!
* 8. Wohl in des Himmels Throne sing' ich Lob, Ehr' und Preis Gott Vater und dem Sohne und dir, dem heil'gen Geist.
Anna, Gräfin zu Stolberg, ums 3. 1600.
Eigene Melodie, oder:
Joh. 11, 25.
Jeſus Christus, unser Heiland 2c. 82. Auferstehn, ja,
4. Wie den Träumenden wird dann uns sein! mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden; der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr.
5. Ach, ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann: lebt' ich im Heiligthume zu seines Namens Ruhme! Halleluja!
wirst du, mein Staub, nach kurzer Ruh'! Ruh'! unsterblich Leben wird, der dich schuf, dir geben. Halleluja!
Friedrich Gottlieb Klopstock, 1724-1803.
Jahreswechsel.
Mel. Sei Lob und Ehr' 2c.
amik
Matth. 6, 33. Pf. 28, 9.
83. Er ruft der Sonn den Mond, das Jahr dar
nach zu theilen; er schafft es, daß man sicher wohnt, und heißt die Zeiten eilen; er ordnet Jahre, Tag und Nacht; auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank ertheilen!
2. Wieder aufzublühn werd' ich gesät. Der Herr der Ernte geht und sammelt Garben uns ein, die in ihm starben. Halleluja!
2. Herr, der da ist, und der da war! von dankerfüllten Zungen sei dir für 3. Tag des Danks, der das verfloss'ne Jahr ein Freudenthränen Tag, du, heilig Lied gesungen; für
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