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Schul-Gesangbuch der Stadt Görlitz
Entstehung
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A. Allgemeine Kirchenlieder.

Sünde zu vergeben; es ist| daß wir wandeln in seinem doch unser Thun umsonst Pfad', auf daß die Sünd' auch in dem besten Leben. der Seel' nicht schad': Wer Vor dir Niemand sich rüh- das begehrt, sprech': Amen! men kann: es muß dich fürchten Jedermann und deiner Gnade leben.

Dr. Martin Luther, 1483-1546.

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Eigene Melodie. Apostelgesch. 4, 12.

3. Darum auf Gott will

hoffen ich, auf mein Ber: 36. Eins ist noth!

ihn

Herr, dies mein Herz soll lassen sich Eine lehre mich erkennen und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein werthes Wort: das ist mein Trost und treuer Hort, deß will ich allzeit harren.

doch! Alles Andre, wie's auch scheine, ist ja nur ein schweres Joch, darunter das Herze sich naget und plaget und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget. Erlang' ich dies Eine, das Alles er­setzt, so werd' ich mit Einem in Allem ergößt.

4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht ver­zweifeln nicht, noch sorgen. So thu' Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gott's er harre.

5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen.

6. Ehr' sei Gott Vater und dem Sohn und auch dem heil'gen Geiste, als es im Anfang war und nun,

3. Wie Maria war be flissen auf des Einigen Ge­nieß, als sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht nieder­ließ, ihr Herze entbrannte,

der uns sein' Gnade leiste, dies einzig zu hören, was

2. Seele, willst du die­ses finden, such's bei keiner Creatur; laß, was irdisch ist, dahinten, schwing' dich über die Natur! Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkom­mene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, nothwen­digste Theil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil.