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Mel. Nr. 54.
1. Die Seele ruht in Jesu Armen, Der Leib schläft sanft im Erdenschooß; Am Herzen darf das Herz erwarmen, Die Ruh ist unaussprechlich groß, Die sie nach wenig Kampfesstunden Bei ihrem holden Freund gefunden: Sie schwimmt im stillen Friedensmeer, Gott hat die Thränen abgewischet, Ihr Geist wird durch und durch erfrischet, Des Herren Glanz ist um sie her.
2. Sie ist nun aller Noth entnommen, Ihr Schmerz und Seufzen ist dahin; Sie ist zur Freudenkrone kommen, Sie steht als Braut und Königin Im Golde ewger Herrlichkeiten Dem großen König an der Seiten, Sie sieht sein klares Angesicht! Sein freudenvoll, sein lieblich Wesen Macht sie nun durch und durch genesen; Sie ist ein Licht im großen Licht.
3. Sie jauchzt den Sterblichen entgegen: Ja, ja, nun ist mir ewig wohl! Ich bin durch meines Mittlers Segen Des Lebens, Lichts und Freuden voll; Mein schönes Erbtheil ist mir worden, Viel tausend aus der Selgen Orden Bewundern jauchzend meine Pracht. Man kann in allen Himmelschören Gleichwie mit Donnerstimmen hören: Der Herr hat alles wohlgemacht!
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4. Ja, wohl gemacht durchs ganze Leben, Necht wohl in meiner Todespein!
Sein mütterliches Tragen, Heben Bracht mich heraus, hindurch, hinein!


