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3. Kämpfe bis auf's Blut| 10. Laß dem Fleische nicht
den Willen,
Gieb der Luft den Zügel nicht. Willst du die Begierden stillen, So verlischt das Gnadenlicht. 11. Fleischesfreiheit macht die Seele
und Leben, Dring' hinein in Gottes Reich; Will der Satan widerstreben, Werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe,
Und die erste Liebe dich Von der ganzen Welt abziehe; Halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, Halte damit feurig an; Laß dich keine Zeit gereuen, Wär's auch Tag und Nacht gethan.
6. Hast du dann die Perl'
errungen, Denke ja nicht, daß du nun Alles Böse haft bezwungen, Das uns Schaden pflegt zu thun.
7. Nimm mit Furcht ja dei ner Seele, Deines Heils mit Zittern wahr;
Hier in dieser Leibeshöhle Schwebst du täglich in Gefahr. 8. Halt' ja deine Krone feste, Halte männlich, was du hast. Recht beharren ist das beste, Rückfall wird zur schweren Last. 9. Laß dein Auge ja nicht gaffen Nach der schnöden Eitelkeit, Bleibe Tag und Nacht in Waffen,
Fliehe träge Sicherheit.
Kalt und sicher, frech und stolz. Frißt hinweg des Glaubens Dele,
Läßt nichts als ein faules Holz. 12. Wahre Treu' führt mit der Sünde
Bis in's Grab beständig Krieg, Richtet sich nach keinem Winde, Sucht in jedem Kampf den Sieg.
13. Wahre Treu' liebt Christi Wege, Steht beherzt auf ihrer Hut, Weiß von keiner Fleischespflege,
Hält sich selber nichts zu gut. 14. Wahre Treu' kommt dem Getümmel
Dieser Welt niemals zu nah: Ist ihr Schatz doch in dem Himmel,
Drum ist auch ihr Herz allda. 15. Dieß bedenket wohl, ihr Streiter!
Streitet recht und fürchtet euch! Geht doch alle Tage weiter, Bis ihr kommt in's Himmels reich.
16. Denkt bei jedem Augenblicke,
Ob's vielleicht der letzte sei.


