Weihnachten.
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Sünder nicht verschmähet hast, Und kommst ins Elend her zu mir: Wie soll ich immer danken dir?
8. Ach, Herr, du Schöpfer aller Ding, Wie bist du worden so gering, Daß du da liegst auf dürrem Gras, Der in dem Schooß des Vaters saß!
9. Und wär die Welt vielmal so weit, Von Edelstein und Gold bereit, So wäre sie doch viel zu klein, Um eine Wiege dir zu sein.
10. Der Sammet und die Seiden dein, Das müssen Heu und Windeln sein, Worin du König, groß und reich, Herprangst, als wärs dein Himmelreich. 11. Das hat also gefallen dir, Die Wahrheit anzuzeigen mir, Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut Bor dir nichts gilt, nichts hilft noch thut.
12. Ach, du herzlieber Jesu mein, Mach dir ein Bette sanft und rein, zu ruhn in meines Herzens Schrein, Daß ich nimmer vergesse dein. 13. Davon ich allzeit fröhlich sei, Zu springen, singen immer frei zu Ehren dir, o Gottessohn, Mit Herzenslust den süßen Ton.
14. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, Der uns schenkt seinen eingen Sohn; Deß freuet sich der Engel Schar Und singet uns solch nenes Jahr.
Luther, † 1546.
* 31. Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich In ſeinem
höchsten Thron, Der heut schleußt auf sein Himmelreich Und schenkt uns seinen Sohn.:;:
2. Er kommt aus seines Vaters Schooß Und wird ein Kindlein klein; Er liegt dort elend, nackt und blos In einem Krippelein.:,:


