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Reisepsalter : [Nebst] Das Leiden und Sterben unseres Herrn u. Heilandes Jesu Christi
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Seine Wunden sind wir geheilet. Wir gingen alle in der Frre wie Schafe, ein jeglicher sahe auf seinen Weg; aber der HErr warf unser aller Sünden auf Jhn. Da Er gestraft und gemartert ward, that Er Seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführet wird, und wie ein Schaf, das verstummet vor seinem Scherer und seinen Mund nicht aufthut. Er ist aber aus der Angst und Gericht ge­nommen; wer will Seines Lebens Länge ausreden? Denn Er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da Er um die Missethat meines Volkes geplaget war. Man bestimmte Ihm bei Gottlosen Sein Grab, aber bei einem Reichen war Er nach Seinem Tode, wie­wohl Er Niemand Unrecht gethan hat, noch Betrug in Seinem Munde gewesen ist. Aber der HErr wollte Ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn Er Sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird Er Samen haben, und in die Länge leben, und des HErrn Vornehmen wird durch Seine Hand fortgehen. Darum, daß Seine Seele gearbeitet hat, wird Er Seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch Sein Erkenntniß wird Er, mein Knecht, der Gerechte, Viele gerecht machen; denn Er trägt ihre Sünden. Darum will Ich Ihm große Menge zur Beute geben und Er soll die Starken zum Raube haben; darum, daß Er Sein Leben in den Tod ge­geben hat, und den Ulebelthätern gleich gerechnet ist, und Er Vieler Sünde getragen hat, und für die Uebelthäter gebeten.

Mel.: Herzlich thut mich verlangen.

Ich danke Dir von Herzen, o JEsu, liebster Freund! für Deine Todesschmerzen, da Du's so gut gemeint. Ach gieb, daß ich mich halte zu Dir und Deiner Treu', und wenn ich nun erkalte, in Dir mein Ende ſei.

Johannis 1, 29.

Siehe, das ist GOttes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!

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