Erster Abschnitt.
( Palmsonntag.)
St. Marci 14, 1-9, oder St. Matth. 26, 1-13.
Und nach zween Tagen war Ostern und die Tage der süßen Brote. Und die Hohenpriester suchten, wie sie JEsum mit List griffen und tödteten. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, daß nicht ein Aufruhr im Volt werde. Und da Er zu Bethanien war in Simonis des Aussäßigen Hause, und saß zu Tische, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungefälschtem und köstlichem Nardenwasser; und sie zerbrach das Glas und goß es auf Sein Haupt. Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soll doch dieser Unrath? Man könnte das Wasser mehr denn um dreihundert Groschen verkauft haben, und dasselbe den Armen geben, und murreten über sie. JEsus aber sprach: Laßt sie mit Frieden; was bekümmert ihr fie? Sie hat ein gutes Werk an Mir gethan. Ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes thun; Mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat gethan, was sie fonnte. Sie ist zuvor gekommen, Meinen Leichnam zu salben zu meinem Begräbniß. Wahrlich, Ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtniß, das sie jetzt gethan hat. Mel.: Liebster JEsu, wir sind hier.
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Nun, so bleibt es fest dabei: JEsus soll es fein und bleiben, dem ich lebe, deß ich sei, nichts soll mich von IJEsu treiben; Du wirst, JEsu! mich nicht lassen, ewig will ich Dich umfassen. Marci 14, 10-19, oder Matth. 26, 14-25.
Und Judas Ischarioth, einer von den Zwölfen, ging hin zu den Hohenpriestern, daß er Ihn verriethe. Da sie das höreten, wurden sie froh und verhießen ihm das Geld zu geben. Und er suchte, wie er Ihn füglich verriethe... Und am ersten Tage der süßen Brote, da man das Osterlamm opferte, sprachen


