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7. Wie Er demuthsvoll erschienen, GOtteslicht in Seinen Mienen, gnadenüberfüllt, uns zu mahnen, uns zu ziehen hin zu Seiner Liebe Glühen, wo das Weh' sich stillt:
8. Daß wir's in die Brust uns schrieben, gerne Seine Schäflein blieben, Er der gute Hirt, der in GOttes Huld und Freude treulich uns auf grüner Weide nun und ewig führt.
9. Wenn wir so in Seinem Leben die Natur, das frische Weben und den Frühling schau'n, dünkt's uns wohl, als ob die Erde fast so schön und herrlich werde wie des Himmels Au'n.
10. Und die kaum enthüllten Keime deuten unsrer Hoffnung Träume leis' und innig an; und die fernen theuren Bilder neigen reiner sich und milder uns entgegen dann.
11. Und ob draußen Stürme wehen, Blumen sterben und vergehen, bleibt das Herz doch voll; möcht' in Wehmuthsluft zerspringen, weiß nicht, was es danken, singen, was es beten soll.
27. Die Lerche.
Sieh', wie die Lerche fröhlich steigt, sich immer höher schwinget; aus kleiner Brust so froh und leicht ihr Morgenlied sie finget.
2. Ach, wer doch eine Lerche wär' und hätte folche Lieder! Mich zieht, so sprichst du, trüb und schwer des Lebens Drang darnieder.
3. Wohl sag' ich oft: Wirf Alles fort, was dich betrüben möge, befiehl dem allertreu'sten Hort getroft die steilsten Wege.
4. Doch, ach, will ich dann in die Höh' mit meinen Sorgen fliehen, fühl ich der Erde Noth und Weh mich nur herunter ziehen.
Univ.- Bibl.
Giessen


