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Reisepsalter : [Nebst] Das Leiden und Sterben unseres Herrn u. Heilandes Jesu Christi
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6. Selbst bei Deinen Kindern, wenn sie nicht recht wachen, und sich falsche Freiheit machen, wächst dann mancher Same, der vor Dir nichts tauget und die Kraft vom Herzen sauget. Nur zu bald wird man kalt; Segen wird verloren, Anstoß wird geboren.

7. Halte meine Seele fest in Deinen Armen, zeig' mir täglich Dein Erbarmen! Führe Du mich selber, HErr! so oft ich reise, unverrückt in Deinem G'leise; schüße mich väterlich, daß mich Satans Tücken doch ja nicht berücken!

8. Gieb mir Herzensstille, allezeit zu beten, lehre mich behutsam treten, daß ich ja nicht gleite, nein! auf alle Weise Dich mit Wort und Wandel preise; und dazu, so wie Du, mir und Andern nüße, niemals müßig size.

9. Laß mich auf der Reise an des Schöpfers Werken Deine eig'ne Größe merken! Alle Krea­turen sollen mich vergnügen, weil sie mir in ihren Zügen Deine Macht, Deine Pracht, Deiz ner Güte Strahlen vor die Augen malen.

10. Deines Vaters Liebe, Deiner Gnade Kräfte, Deines Geistes Heilsgeschäfte, Deiner Engel Wache sollen mich bedecken, so wird mich kein Unglück schrecken. Lob sei Dir! bleib mit mir, HErr, im sel'gen Bande bis zum Vaterlande.

8. JEsus

mein Tro st.

Mel. Wachet auf, ruft und die Stimme.

ei Du mir nur immer freundlich, wenn wirk­fich oder nur vermeintlich mir dies und jenes schwer sein wollt; und laß mich stets inne werden, daß Du mein höchster Trost auf Erden, mein Schap, mein Frieden und mein Gold! HErr JEsu! mache mich recht kindgewöhnt an Dich und verleibe mir einenhang, der lebenslang das Herz nach Dir erhalte frank!