Druckschrift 
Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge 1) für Gesunde, 2) für Betrübte, 3) für Kranke, 4) für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen, nebst Fest- Andachten ... / von Johann Friedrich Stark, Ev. Prediger zu Frankfurt a.M.
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Der glaubige Chrift erwägt den dreifachen Sabbath.

2. An diesem pflegen sie Ganz früh vor Gott zu treten; Sie bringen ihn auch hin Mit Lesen, Singen, Beten; Ihr Herz ist von der Erd' Allein zu Gott gericht't, Es freuet sich in ihm und seinem Gnadenlicht.

3. Ein Sabbath wird darauf, Wenn dieser nun ver­gangen, Als welcher geistlich heißt, Von ihnen angefangen, Da sie von Sünd' und Schand' Und von der Bosheit ruh'n, Und das mit allem Fleiß, Was Gott befiehlet, thun.

20

4. Der Sabbath hört nicht auf, Er daur't durch's ganze Leben, Indem sie alle Stund' Ihr Herz zu Gott er­heben; Des Herzens Harfe spielt, Die Zunge lobet Gott, Und dieser Sabbath währt Sogar bis in den Tod.

5. Der ew'ge Sabbath wird Nach diesem erst angehen, Dort in der Seligkeit, Woselbst die Frommen stehen, In großem Glanz und Licht, Wie Sonnen angekleid't, Wo Ruhe, Fried' und Freud' Sie labt in Ewigkeit.

6. Wohlan, wer einstens will Zu dieser Ruh' gelan­gen, Der muß den Sabbath hie, Wie sich's gebührt, anfan­gen; Er sei und bleibe fromm, Und nehm' im Glauben zu, So kommt er nach dem Tod Zur wahren Sabbathsruh'.

Der glänbige Christ dankt Gott nach angehörtem göttlichen Wort.

Aufmunterung.

Jac. 1, V. 22.

Seid Thäter des Wortes und nicht Hörer allein, damit ihr euch selbst betrüget.

Wie alle göttlichen Wohlthaten von den Kindern dieser Welt misbraucht werden, also auch die Anhörung des gött­lichen Wortes, und sie sind hierin von den wahren Kindern Gottes weit unterschieden. Weltkinder bilden sich ein, 1) de Sonntag fei zu ihrer leppigkeit und Lustbarkeit eingesetzt, de fie von der Arbeit frei ihrem Fleische sollen Bergnügen