Der gläubige Christ bereitet sich zum Gottesdienst.
Ich will in's Gotteshaus Mit Gottes Kindern gehen, Ich will in reinem Schmuck Vor seinem Altar stehen, Mein Herz soll hoch vergnügt In seinem Willen ruh'n, Der Leib soll nichts als Noth- Und Liebeswerke thun. Komm' heute in mein Herz, Du König aller Frommen! Laß mit dir Segen, Heil Und Seelenfrieden kommen; Die Sonne deiner Gnad' Kehr' heute bei mir ein, So wird mir dieser Tag Ein rechter Sonntag sein. Amen.
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Gesang.
Mel.: O Gott, du frommer Gott.
1. Wie lieblich ist dein Wort, Es bringet lauter Freude, Es ist mein größter Trost Und meiner Seelen Weide; Es ist mein liebster Schatz, Den ich auf Erden hab', Der mich erquicken soll, Bis man mich trägt in's Grab.
2. Es ist dein Wort mein Licht, Das mir den Weg recht zeiget; Und mich bestraft, wann sich Mein Fuß zum Irrweg neiget; Ich glaub' nach diesem Wort, Und leb' nach diesem Wort, So bringt mich dieses Licht Auch an den Freudenort. 3. Er ist mein Honigseim, Damit ich mich erlabe, Wenn ich viel Bitterkeit In meinem Herzen habe; Wie süß ist meiner Seel', Wenn sie in Trübsal steckt, Wenn ihr des Trostes Quell 3m Wort wird aufgedeckt.
4. Es ist dein Wort mein Schatz, Groß über alle Schätze, Daran ich mich allein In Noth und Tod ergöße; Den Schatz raubt mir kein Feind Und keiner Feinde List, Weil er gar wohl verwahrt In meinem Herzen ist.
5. Pflegt Gold und Silber gleich Ein Eitler zu er= wählen, Viel lieber ist dein Wort Den gottgelaßnen Seelen; Wenn man dein Wort und Gold Ihr stellet vor's Gesicht, So greift sie nach dem Wort, Und acht't des Goldes nicht.
6. Rathsleute suchen die, So da im Zweifel stehen; Dieselben sind dein Wort, Dahin pfleg' ich zu gehen; Frag' ich: was thu' ich jetzt, Geht's übel oder wohl? So zeiget mir dein Wort Was ich erwählen soll.
7. Nach diesem Lebenswort Will ich nun einhergehen;


