Das erste Hauptstück.
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Das neunte Gebot:
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen, noch mit einem Schein des Rechten an uns bringen: sondern ihm dasselbe zu behalten, förderlich und dienlich ſein. 2010 Das zehnte Gebot:
and Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Mago, Bich oder alles was sein ist.
Was ist das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gesind, oder Vieh abspannen, abdringen, oder abwendig machen: sondern bei denselben anhalten, daß sie bleiben und thun, was sie schuldig sind. Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen?
Er sagt also: Ich, der Herr dein Gott bin ein starter eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heimsuchet an den Kindern bis in's dritte und vierte Glied; aber denen, so mich lieben, und meine Gebote halten, thue ich wohl bis ins tausende Glied.
Was ist das?
Gott dränet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten, darum sollen wir uns fürchten für seinem Zorn, und nicht wider solche Gebote thun. Er verheißget aber Gnade und alles Gute allen denen, die solche Gebote halten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen, und gerne thun nach seinen Geboten.
Wozu sind uns die zehn Gebote Gottes nütz?
Zu zweierlei. Erstlich zeigen sie uns die Sünden an und offenbaren Gottes Zorn über die Sünde, dadurch wir verursacht werden, Vergebung der Sünden und Trost wider Gottes Zorn und den ewigen Tod bei unserm Herrn und Heiland Jesu Christo zu suchen.
Zum andern lehren sie, welches die gute Werke jein jo die Gläubige und Neugeborne zu thun schuldig sind ihren Gehorsam und Dankbarkeit gegen den gnädigen Vater im Himmel damit zu beweisen.
Können wir denn auch mit unsern guten Werken Gottes Gebote und Gesetze erfüllen?
Ach nein! Denn unsre gute Werke sind nicht vollkomA 2
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