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[Züllichau'sches Gesangbuch] : [nebst] Die Episteln und Evangelien auf alle Sonn- und Fest-Tage ... [und] Züllichau'sches Gebet-Buch, in welchem Morgen- und Abendsegen
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Gebet um alles Gute.

18. D Vater, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage, beraube mich nicht der Meinigen vor der Zeit, laß mich nicht frant, ungesund und gebrechlich, laß mich nicht einsam, elend und verstoßen, laß mich nicht von dem Meinigen verjaget, laß mich nicht schmählich, arm, oder auf andere Weise unglücklich werden.

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19. Gib, daß ich nicht darf Fremden beschwerlich sein, nicht anderer Leute Gnade leben, nicht meine Feinde ums Brot bitten und Hülfe suchen bei harten, unfreund­lichen und unbarmherzigen Menschen.

20. Ist es ja dein väterlicher Wille, mich mit Kreuz zu belegen, so schaffe es auch also, daß ich nicht murre wider deine Züchtigung, nicht ungeduldig sei im Leiden, nicht kleinmüthig werde unter den Trübsalen, nicht ver­zage, wenn die Angst zunimmt, und nicht verzweifle, wenn deine Hülfe verzieht.

21. Schüße mich wider alle meine Widersacher und bewahre mich vor falschen Freunden. Wenn sie mich ver­leumden, so bringe mein Recht ans Licht, wenn sie mich verfolgen, so errette mich, wenn sie einen Rath beschließen, so werde nichts daraus, wenn sie mir fluchen, so segne mich. 22. Und wenn ich endlich werde Drangsal genug ausgestanden haben in dieser Welt, so erlöse mich auf einmal von allem Uebel. Amen.

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Gebet um alles Gute.

Erhöre mich, wenn ich rufe; Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in Angst, sei mir gnädig und erhöre mein Gebet.

Allmächtiger, gnädiger, barmherziger, wohlthätiger Gott und Vater, Schöpfer aller Dinge, Geber alles Guten, Brunnquell aller Gaben, Erhalter dessen, was da ist, gewaltiger Regierer der ganzen Welt.

2. Siehe, in dieser Stunde komme ich zu dir, als ein Armer zu dem Reichen, als ein Schwacher zu dem