Gebet eines Kranken.
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willen bitten wir, nimm der mancherlei Sünden wegen, die unter uns noch täglich begangen werden, diese Wohlthat nicht von uns!
Beweise dich auch an uns herrlich und barmherzig durch Mittheilung der Güter, wodurch der Friede dieſes Landes stets dauerhafter wird.
Schenke uns daher vor allen Dingen den Frieden mit dir, der aus dem wahren Glauben, aus Gottseligkeit, Menschenliebe, Rechtschaffenheit, Arbeitsamkeit und Mäßigkeit entspringt! Und laß Ungerechtigkeit und Betrug, Ueppigkeit, Schwelgerei und Müßiggang fern von einem Jeden in dieſem Lande sein, damit dessen innere Ruhe und Wohlfahrt nie gestört und deine Strafgerichte nicht auf dasselbe gezogen werden! Erhöre mich, lieber Vater, und laß dir mein Gebet wohlgefallen, um Jesu Christi willen. Amen.
Gebet eines Kranken.
Nieber Vater im Himmel, dein Wille geschehe! Daß ich jetzt in meinem Siechbette liege, mit Schmerzen und Schwachheit umgeben, das erkenne ich, o Gott, für deinen väterlichen Willen. Herr, du bist gerecht, ich aber voller Sünde und Ungerechtigkeit. Du hast Ursache, mich zu züchtigen. Ich aber will mich vor dir demüthigen und deiner Gnade ganz ergeben. Das Fleisch ist zwar schwach und wollte gern des Kreuzes entladen sein; aber stärke du des Fleisches Blödigkeit, daß ich mich in deinen guten Willen gehorsamlich ergebe und mit deinem Willen in Glück und Unglück, in Lieb und Leid durchaus. vereiniget stehe bis in den Tod. Ich weiß doch und glaube festiglich, daß du mein Vater bist! Du züchtigest dein Kind und wirst es nicht verderben. Ach laß mich deine väterliche Barmherzigkeit in meinem Kreuz erblicken. Laß mich kräftiglich in meiner Seele empfinden, daß du
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