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Beicht- und Communionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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X. Lieder.

139

Und

liebstes Vaterherz Wollst alle Sünden mir verzeihen lindern meiner Seele Schmerz: Erbarme dich u. s. w.

Wahr ist es, übel steht der Schade, Den Niemand heilet außer du: Ach! aber Gnade, Gnade, Gnade! Ich laß dir doch nicht eher Ruh: Erbarme dich u. s. w.

Sprich nur ein Wort, so werd ich leben, Sag, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünden sind vergeben, Hinfürder fündige nicht mehr! Erbarme dich u. s. w.

Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, Erhöret bin ich zwei­felsfrei, Weil sich der Trost im Herzen mehret: Drum will ich enden mein Geschrei: Erbarme dich u. s. w.

Christoph Tilins, geb. 1641+ 1703.

6. Vergebung. Jesus nimmt die Sünder an; Saget doch dies Trostwort allen, Welche von der rechten Bahn Auf verkehrten Weg verfallen: Hier ist, was sie retten kann; Jesus nimmt die Sünder an.

Keiner Gnade sind wir werth, Doch er hat in seinem Worte, Eidlich sich dazu erklärt: Sehet nur die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgethan; Jesus nimmt die Sünder an.

Wenn ein Schaaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte: Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das ver­irrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sün­der an.

Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder: Jesus rufet euch und er Macht aus Sündern