X. Lieder.
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Anbeginn ist nichts erkorn, Auf Erden ist kein Mensch geborn, Der mir aus Nöthen helfen kann; Dich ruf ich an, Von dem ich Hilf erlangen kann.
Mein Sünd ist schwer und übergroß Und reuet mich von Herzen, Derselben mach mich frei und los Durch deinen Tod und Schmerzen; Und zeig mich deinem Vater an, Daß du hast gnug für mich gethan, So werd ich frei der Sündenlast: Herr, halt mir fest, Weß du dich mir versprochen hast.
Gieb mir durch dein Barmherzigkeit Den wahren Christenglauben, Auf daß ich deine Süßigkeit, Mög inniglich anschauen, Vor allen Dingen lieben dich Und meinen Nächsten gleich als mich: Am letzten End dein Hilf mir send, Damit behend Des Teufels List sich von mir wend.
Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, Dem Vater aller Güte, Und Christo, seinem lieben Sohn, Der uns allzeit behüte. Und Gott dem heiligen Geiste, Der uns sein Hilf allzeit leiste, Damit wir ihm gefällig sein, Hier in der Zeit Und dort hernach in Ewigkeit. Joh. Schneefing um 1522.
4. Buße und Glauben. Aus tiefer Noth schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen; Dein gnädig Ohren kehr zu mir Und meiner Bitt' sie öffen: Denn so du willst das sehen an, Was Sünd und Unrecht ist gethan, Wer kann, Herr, vor dir bleiben?
Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, Die


