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IX. Gebete.
mich auf in deine unergründliche Barmherzigkeit, darein du alle bußfertige Sünder eingelassen hast und erlöse mich aus der Hölle, errette mich vom Tode und insonderheit von meinem eignen Willen, der mich von dir getrennet hat. Ich kann mich selbst weder bekehren noch bessern, darum hilf du mir, meine Sünden durch deine Kraft überwinden und ziehe mich zu deinem Sohne, der sich selbst für mich gegeben hat, auf daß ich von den Stricken des Feindes erlöset werde und dein Heil in Christo erfahre. Ach, erwecke mich selber aus meinem Tod zum wahren, neuen Leben und wende mein Herz, Muth und Sinn ganz zu dir, daß ich diesen Augenblick die Eitelkeit verlasse und mich bekehre, damit ich lebe. Erleuchte mich selbst zu einem neuen Leben, das in Christo iſt, und schenke meiner armen hungrigen Seele deine verborgene Kraft, die da mit ihrer heilsamen Gnade alle Menschen züchtiget, daß ich von dir gesättiget, getröstet, gereinigt und selig gemacht werde. Durch dein Blut und Tod hilf mir, lieber Herr Gott. Darein ergeb ich mich zu meiner Erlösung; ja, ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Amen.
Gottfried Arnold.
6. Vor dem Gang zur Beichte. Ich armer fündiger Mensch bekenne und klage dir, meinem lieben Gott, daß ich in Sünden empfangen und geboren, also daß in mir von Natur nichts Gutes, sondern eitel Sünde wohnt und daß dieselbe angeborne Sünde mich leider oft zu Falle bringt in


