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IX. Gebete.
und gieb mir Gnade, daß ich mich hinfort davor hüten möge und nach deinem Willen lebe. Amen.
Bernhard v. Clairvaux.
4. Buße. Herr, ich will gegen mich selbst bekennen meine Ungerechtigkeit: dir, o Herr, will ich bekennen meine Schwachheit. Oft wirft mich eine kleine Veranlassung danieder und betrübet mich. Ich nehme mir vor, tapfer zu streiten, aber wenn auch nur eine erträgliche Versuchung über mich kommt, so bin ich alsbald in großer Noth. Aus dem Geringfügigsten erwächst mir oft schwere Anfechtung. Und wenn ich mich nur einigermaßen sicher glaube, während ich die Anfechtung nicht fühle, so finde ich mich bald darauf gänzlich, selbst von schwachen Angriffen überwunden.
Blicke, o Herr, auf meine Niedrigkeit und auf die Gebrechlichkeit, die dir bekannt iſt. Erbarme dich mein und reiße mich aus dem Sündenschlamm, damit ich nicht gar darin untergehe und ewiglich darin verharre. Das ist es, was mich peinigt und beſtürzt macht, wenn ich vor dein Angesicht trete, daß ich so leicht wandle und so schwach bin, meinen Leidenschaften zu widerstehen. Denn ob ich wol nicht immer in dieselben willige, so ists mir doch eine schwere Last, daß ich so von ihnen angesteckt bin, und es verdrießt mich immer, so im Streit zu leben. Siehe, so groß ist meine Schwäche, daß die bösen und eiteln Gedanken wol leichtlich in mich eingehn, aber schwer sich vertreiben lassen. O schaue doch, du starter


