Morgengelänge.
11
5. HErr, deine Gnade, Güt' und| Sünden mich hüte biesen Tag, Treu' ist alle Morgen bei uns auch selbst mich überwinden und neu; erleuchte das ganz blöde dir vertrauen mag. Herz mit deinem Wort, der Himmelskerz'.
6. Dein Engel müffe bleiben auch heut und stets bei mir, und alles Unglück treiben sehr weit von meiner Thür. Giebst du mir, HErr, von oben Glück, Heil und Sicherheit, so soll mein Herz dich loben hier und in jener Zeit.
Joh. Rift.
6. Erwärme nun durch deine Güt Sinn, Seele, Herz und das Gemüth, daß deiner Gnaden heller Schein erleucht' in uns all's, was wir sein.
7. So wollen wir dir allezeit hier danken in der Christenheit, und dorten mit der Engel Schaar dich ewig
18. M. Auf meinen lieben GOtt. Die Nacht ist nunmehr hin,
G. P. Harsdörfer. 17. M. Ich dank dir, lieber HErre. Die Nacht ist nun verschwun
auf, und Sinn, dem HErren Lob zu brine gen, von seiner Ehr' zu singen; er hat für dich gewachet, und alles wohl gemachet.
den mit ihrer Dunkelheit, die Sonn' hat überwunden des 2. Schau wie der Sonnen Licht Schlafes stille Zeit; ihr helles durch alles Duntle bricht, dem Licht bestrahlet den runden Erden- Tage Glanz zu geben; thu' du floß, den nur die Luft bepfahlet. nur auch daneben mit aller HErr, deine Macht ist groß.
Macht das Deine, mit Dank vor GOtt erscheine.
2. Wie kann ich g'nug erheben, HErr, deine Güt' und Treu! Du fristest mir mein Leben; dein' Hülf ist täglich neu; du hast mich so geschüßet in der vergangnen Nacht, daß ich war wohl beschüßet vor Satans großer Macht.
3. Lob, Ehr' und Dank sei dir, o frommer GOtt, dafür, daß diese Nacht geendet, und daß du abges wendet so manche Sorg' und Plas gen, so sonst mein Herze nagen. 4. Laß dieses Tages Schein mir auch erfreulich sein, mit Segen mich beschütte, laß unter deiner Hütte, und unter deiner Gnaden mich sicher sein vor Schaden.
3. Dir hab' ich's, HErr, zu danken, daß ich erhalten bin in fichern Wohlfahrtsschranken; ach! nimm das Opfer hin, das Opfer meiner Zungen, das dir zu Dienste steht. Drauf sei dir Lob gesungen, so weit der Himmel geht.
5. Dir, o mein GOtt, befehl ich meinen Leib und Seel', mein Thun und meine Werte, durch deinen Geist mich stärke, daß ich zu deiner Ehre mein ganzes Le ben kehre.
4. Verzeih es mir aus Gnaden, was ich mißthan an dir, behüte mich vor Schaden, bleib' heut und stets bei mir. Was du mir haft gegeben, Gesundheit, Ehr' und Gut, dazu mein armes Leben, das steht in deiner Hut. 5. Dir will ich das befehlen, was mir am liebsten ist; mich aber selbst vermählen an dich, HErr
6. Vergieb der Sünden Schuld durch deine Gnad' und Huld, deck alles mein Verbrechen durch gnädiges Fürsprechen des Heis lands, der sein Leben für mich in Tod gegeben.
7. Laß sein unschuldig Blut auch kommen mir zu gut und mich nicht mehr gerathen auf JEsu Christ: gieb, daß ich ja vor frevle Missethaten; entzeuch
mich


