Geistreiche und andächtige
regen sich; vom Glanz vor Dir her trennen sich die Wolken, denn der HErr donnert im Himmel und der Höchste läßt Seinen Donner aus, Deine Blizze leuchten auf dem Erdboden, das Erdreich sieht's und erschrickt. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HErrn, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens; HErr! von Deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben Deiner Naſe. HErr! wir sehen und hören Deine Gewalt, stark ist Dein Arm und hoch ist Deine Rechte, wir loben, preisen und fürchten dieselbe und erschrecken billig vor Deiner Macht und vor Deinem Zorn, erkennen auch, daß wir mit unsern Sünden wohl verdient hätten, daß Du uns mit Deinem Grimm verderbest und zerschmetterst. Aber weil wir Dein armes Geschöpf und Kinder sind, und sonst nirgend vor Deinem Zorn hinfliehen könnten, denn zu Deiner grundlosen, holdseligen, väterlichen Gnade und Barmherzigkeit, so rufen wir aus diesem Elende und Jammerthal zu Dir im Himmel und bitten um Hülfe und Gnade, durch Deinen lieben Sohn, JEsum Chriftum. Ach, HErr GOtt! der Du bist ein Vater der Barmherzigkeit und GOtt alles Trostes, strafe uns nicht in Deinem Zorn und züchtige uns nicht in Deinem Grimm, laß uns Deine
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