Wetter- Gebete.
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GOtt, Du starker GOtt! der Du ewiglich lebst, gegen welchen Alle, die auf Erden wohnen, wie Nichts zu rechnen sind! Du machst es, wie Du willst, beide mit den Kräften im Himmel und mit denen, die auf Erden wohnen. Dir, HErr! ist Niemand gleich, Dir ist Alles unterworfen und muß Alles Dein Wort ausrichten. Wer sollte Dich nicht fürchten, Du König der Heiden? Dir sollte man ja gehorchen. Du thust große Dinge, die nicht zu erforschen sind und Wunder, deren keine Zahl ist. Du bist ein GOtt! Deinen Zorn kann Niemand stillen, Du verhältst den Hagel auf die Zeit der Trübsal und auf den Tag des Streites und Krieges. Du hast auch die Winde ein Theil zur Rache erschaffen und durch ihr Stürmen thun sie Schaden: Feuer und Hagel sind auch zur Rache erschaffen und thun mit Freuden Deinen Befehl. Wir hören jetzt, lieber GOtt! wie Dein Donner zürnt und brüllt und was für Gespräch von Deinem Munde ausgeht, wir hören Deine Stimme und zittern vor Deiner hohen Majestät! Dieweil Du aber nicht zürnst wie ein Mensch und nicht thun willst nach Deinem grimmigen Zorn, noch Dich kehren, uns gar zu verderben, so beugen wir die Kniee unserer Herzen und bitten Dich


