Geistreiche und andächtige Wetter- Gebete. 293
Gedenke nicht der schweren Sünden,
Ach, liebster Vater! hab' Geduld,
O GOtt! laß uns von uns'rer Schuld Das Blut von Deinem Sohn entbinden. Amen.
D
Du ewiger, allmächtiger GOtt! Beherrscher und Regierer aller Dinge. Wie herrlich ist Dein Name in allen Landen. Du kleideft den Himmel mit Wolken, machest denselben zu kleinen Tropfen und treibst fie gewaltig zusammen zum Regen, damit sie herabfließen und triefen auf die Menschenfinder und erquickst das Dürre. Du machst Deinen Blizz entstehen und leuchten über den ganzen Erdboden und bedeckst alle Enden des Meeres. Du läsfest Deine Stimme fallen und donnerst mit Deinem Donner in der Höhe, daß man merke Deinen ausgereckten Arm und Niemand kann Deiner Macht entrinnen. Du hältst den Hagel zurück bis zur Zeit der Trübsal; alsdann so müssen seine Strahlen schießen, gleichwie von einem hart gespannten Bogen, und bereitet ihn sammt der Feuerflammen, den Gottlosen zur Strafe. Ach, HErr! siehe, wir bitten Deine große unendliche Güte und Treue, zertrenne und hintertreibe dieses hervordringende Wetter mit Deinem Alles vermögenden Arm, auf daß es uns und was Du uns beschert haft


