8
Vorrede.
dafiger Kirchen und Schulen anvertraut wurde. Während der Zeit seines so rühmlich geführten Lehr- Amtes hat er außer verschiedenen Leichenpredigten und Abdankungen, auch andere herrliche Schriften in gebundener Rede herausgegeben, welche bei Herren Weßel und Göten in oben angeführten Stellen nachzuschlagen sind.
Daß Herr Schmolke wegen seiner reinen und fließenden Gedichte unter die besten deutschen Poeten zu zählen, hat außer Theod. Grusio, in den vergnügungsmüßigen Stunden 6. Theil, 61. Blatt, auch der berühmte Jenaische Professor, Hr. Gottlieb Stolle, in der kurzen Anleitung zur Historie der Gelahrtheit, Jena 1727, in 4 to, p. 210, 212. M. Christoph Pfeiffer, im Evangelischen Sabbath betender Christen, 1719, in 12. obl. mit gutem Grund behauptet. Wiewohl der obengelobte Herr Göten, p. 290, meinet, daß, wenn Herr Schmolke seine Gedichte nicht in solcher großen Eile und Menge hätte schreiben müssen, er mit weit leichterer Mühe die größere Reinheit der Worte und Reime würde befördert haben, und von seiner vortrefflichen Fertigkeit noch viel mehr und schönere Früchte hätte liefern können.
Allein auch das erstere könnte man viel


