der Er wird's noch zu Ehren bringen, Daß es nicht an einem fehlt. Noch sind wir in fremden Lande, Wo das Lied des Pilgers tlagt; Doch es brechen schon die Bande, Und der Heimath Morgen tagt.
2. Die ihr sigt in schwerem Leide An den Wassern Babylon, Nehmt die Harfe von der Weide, Becket auf den Freudenton. Richt mehr soll das Auge thränen, Wenn das Herz an Zion denkt; Denn ihm ward nach langem Sehnen Neu ein Hoffnungsstrahl geschenkt.
3. Kann man in der Knechtschaft singen Und im Weinen fröhlich sein? Aber wenn die Bande springen, Wenn die Freiheit bricht herein! Hört ihr nicht von ferne schallen Der Erlösten Freudenlied? Seht ihr nicht ein Häuflein wallen, Das hinauf nach) 3ion zieht?
4. Noch ist nur die Erillingsgarbe 3n das Haus des HErrn gebracht. Doch schon weicht die Trauerfarbe Der betelibten langen Nacht. Sind die Erstlinge gereifet, 3st auch nah das Erntefest, Wo der HErr uns aufgehäufet Reiche Garben sehen läßt.
5. Ach, wie würd es uns erquicken, Gottesstadt Jerusalem, Wenn der HErr mit Gnadenblicken Deine Bande von dir nağın'! Und getreft darfst du drauf hoffen; Sieh, dein Netter säumet nicht! Heber dir sein Himmel offen, Und es scheinet dir sein Licht!
6. Noch ist gültig die Verheißung, Die in Gottes Buche steht Und die er mit Machterweisung Wird erfüllen früh und spät. Nicht ein Jota wird zerfallen, Das sein theures Wort verspricht. Lagt es laut und fröhlich schalten: Was er zusagt, das geschieht.
7. 3ionstonig, laß uns sehen, Daß du gnädig auf uns blicft, Vis du uns aus deinen Höhen Vollen Erntefegen schicst! Krön indeß durch stifte Früchte Huldreich unser schwaches Thun, Bis wir einst im ew'gen Lichte Selig von der Arbeit ruhn.
Schlüte: sche Hofbuchdruckerei in Hannover.
Barth.


