16
Erster Theil.
-
Vom Wesen Gottes
er Sünder strafen soll, und bleibt die Lieb in alle Ewigkeit.
frohem Jubelschall, und geh in
7. Wie selig ist doch, der ihn also fennet, und zu ihm: lieber Vater!
sein erhabnes Heiligthum. 2. Er ist das große Wesen aller Wesen, Gott von unendlicher Bollkommenheit: von ihm, zu ihm, durch ihn ist, was gewesen, und ist, und sein wird bis in Ewigkeit. Ein Gott, wie Er, hat seines Gleichen nicht: ein Gott,
sagen kann. Er, er ist es, den Gott den Seinen nennet! Gott sieht ihn als sein Kind recht zärtlich an! Nichts ist so hoch, nichts kann so herrlich sein! der höchsten Fürsten hocherhabner Stand ift, gegen dies zu rechnen, lauter Tand; es ist zu
vor dessen höchsten Majestät der Engel schlecht, es bleibt ein leerer Schein.
felbst gebildt und zitternd steht! Sein Thron ist Licht, ein unzugänglich Licht.
3. Man sieht ihn nicht, und ist doch wohl zu sehen, man gebe nur auf seine Werke Acht; da sehn wir ihn gleich als vor Augen stehen in seiner ergen Kraft und Gottheit Pracht. Die Himmel rühmen ihres Schöpfers Ehr; Luft, Erde, Meer, was lebt und sich bewegt, ist das, was ihn zu zeigen stets sich regt, und spricht: Er ist der Herr und keiner mehr.
8. D Herrscher, wie soll ich dich gnug erheben! Auch mich hast du den Deinen zugezählt, in Chrifto brachtest du mich schon zum Leben, in ihm hast du zur Kindschaft mich erwählt. Zwar seh ich dich jetzt nur bei schwachem Licht; jedoch es kommt, es kommt der frohe Tag, da ich dich ohne Decke schauen mag, vertraut, von Angesicht zu Angesicht.
9. Indes, mein Geist, auf! auft ihn stets zu loben. Auf! auf! erwede 4. Was gut und fein nur kann dich und säume nicht! Was in dir genennet werden, was uns mit Luft ist, werd sanft und still erhoben zu und Lieblichkeit anlacht, was in sich Gott, Jehovah, unserm Schild und faßt der Himmel sammt der Erden, Licht! Herr! du bist würdig, Ehre, der große Bau, voll Schönheit und voll Pracht, und was dies Rund nur Köstlichs in sich schließt, das kommt aus diesem unerschöpften Meer und deffen unerforschten Fülle her; Er ist der Quell, der immer überfließt.
Preis und Ruhm zu nehmen allezeit und überall. Lob ihn im Vorhof schon mit frohem Schall, einst öffnet sich dir selbst das Heiligthum.
Bod
19. SE ott ist mein Lied! Er
ist der Gott der Stärke; groß ist
sein Nam und groß sind seine Werke,
und alle Himmel sein Gebiet.
6. Was er verspricht, dem kann 2. Er will und sprichts: so find man freudig trauen, die That stimmt und leben Welten. Und er gebeut; mit den Worten überein. Auf Men- so fallen durch sein Schelten die Himschen kann man niemals sicher bauen; mel wieder in ihr Nichts. doch Gottes Ja ist ja, sein Nein ist nein. Voll Billigkeit ist sein Gericht allzeit, groß von Geduld ist er und Mitleids voll, nur langsam, wenn
3. Licht ist sein Kleid und seine Wahl die beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Beste ist Wahrheit und Gerechtigkeit.
5. Von Ewigkeit, ehn Anfang und ohn Ende ist Er, und wird auch stets derselbe sein. Er ist zu spüren, wo man sich hinwende, das Heimlichste wird flar in seinem Schein. Sein Licht ist nicht vermischt mit Dunkelheit. Die Kraft, die in ihm wohnt, wird nimmer schwach. Höchst selig, tennet er fein Ungemach; Er ist und bleibt, wie er war vor der Zeit.


