Druckschrift 
Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
Entstehung
Einzelbild herunterladen

und seinen Vollkommenheiten.

13

Auch chne Kreatur bist du dir selbst Mel. Allein Gott in der Höh sei Chr. genug, du Schöpfer der Natur.

15. D DF

3. Du riefst dem, das nicht war, um Lust und Seligkeiten aufs Man­nigfaltigste um dich her auszubreiten. Die Liebe bist du selbst; Verstand und Rath ist dein; und du gebrauchst sie gern zu segnen, zu erfreun.

4. Du sprichst, und es geschieht. Auf dein allmächtig: Werde! ent­stand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deinem kräftgen Wort trägst du die ganze Welt, und deine Macht vollführt, was uns un­möglich fällt.

5. Du bist der Herren Herr. Der Erde Majestäten sind, Höchster, vor dir Staub. Auch Geister kannst du tödten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhö­hen willst, des Hoheit muß bestehn.

er Herr ist Golt

und keiner mehr. Frohlockt ihm

alle From- men! Wer ist ihm

gleich? wer ist wie Er, so herr­

lich, so vollkommen? Der Herr

ist groß! sein Nam ist groß!

Er ist unendlich, grenzenlos in

seinem ganzen We- sen.

2. Ihn trifft kein Wechsel flüchtger 6. Du bist es, der allein Unsterb- Zeit. Nie größer oder kleiner wird lichkeit besitzet, der Leben gibt und seines Wesens Herrlichkeit. Der Erst nimmt, der unsern Odem schützet. ist er, sonst keiner! Wir Menschen Den Geist, der in uns lebt, den haben noch die wir von dir. Willst du, so wird er eher, als Nichts. Du bleibest für und für. 7. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein Licht, das ihn vor uns verhüllet. 3. Um seinen Thron her strömt ein sterblich Auge reicht bis zu den Lichtes­höhen, wo du voll Majestät auf deinem Ihn faffen alle Himmel nicht, wie Stuhle thronft, und unterm frohen wie er war, verborgen und nur offen­weit er sie erfüllet! Er bleibet ewig, Lob der Himmelsheere wohnst.

sind von gestern her; eh Erde war, war Er; noch die Himmel.

8. Was wir, Unendlicher! von dei- bar in seiner Werke Wundern. nem Wesen wissen, das hast du selbst 4. Was wären wir, wenn seine zuvor uns offenbaren müssen. Die Kraft uns nicht gebildet hätte? Er Schöpfung zeugt von dir, und deines kennet uns, und was er schafft, der Sohnes Mund macht uns noch deut- Wesen ganze Kette. Bei ihm ist licher, Gott, deinen Namen kund.

Weisheit und Verstand, und Kraft und Stärke, seine Hand umspannet Erd und Himmel.

9. Doch hier erkennen wir dich noch gar unvollkommen. Wird aber der maleinst der Vorhang weggenommen, der jetzt das Heiligste noch unserm Blick verschließt, dann sehen wir dich, Gott, so herrlich, wie du bist.

10. Indes sei auch schon jetzt dein Ruhm von uns besungen. Ber­schmähe nicht ein Lob von lallend schwachen Zungen! Dort soll, wenn wir dereinst vor dir verherrlicht stehn, ein Lied im höhern Chor dich, großer Gott, erhöh

5. Ist er auch jemals von uns fern? Weiß er nicht Aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Die Finsterniß ist vor ihm Licht! Gedan­ten selbst entfliehn ihm nicht in ihrer ersten Bildung.

6. Wer schützt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem Falle? All­gegenwärtig breitet fich dein Fittig über alle! Du bist voll Freundlichkeit