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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche für protestantisch-evangelische Christen
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Amts- und Ehe- Jubelfeier.

und wenn er einst dahin­geschwunden, auch sein Ge: dächtniß noch verklärt.

3. So lohnen Menschen! Doch vergelten, wie sich's ge­bührt, kannst du allein, du Herr und Richter aller Wel­ten! Dich trügt kein Wahn, dich irrt kein Schein! Was wir hier werden, sind und haben, verdanken wir, Herr! deinen Gaben. Nur was wir gern und treu vollbracht, nur was in dir den Geber ehrte, und unsrer Brüder Wohlfahrt mehrte, ist's, was uns dir willkommen macht.

4. Doch ach, was sind die reichsten Saaten, die wir als Erdenpilger streu'n; was ist die Reihe guter Thaten, die uns am Lebensziel erfreu'n, wenn du, Gerechter! willst dagegen der Tage Zahl, die Kräfte wägen, die deine Huld uns hier verleiht? Wie manche Stunde ward durchträumet,

wie manche heil'ge Pflicht ver säumet, wie oft die edle Kraft entweiht!

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als die Saaten, und Alles, ,, was mir wohl gerathen, ver­,, dant' ich einzig Gottes Huld! Nur sie hat mich bisher geleitet, so vielen Segen mir bereitet, erlaffen mir so manche Schuld!"

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5. Vernimm des Greises stilles Flehen, dem du dies Fest vergönnet hast! Hör ihn mit Demuth eingestehen: Mein Lohn war größer, als

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6. Nimm, Ewiger! mit Vatergüte, des Greises kindlich Opfer an. Dein liebevoller Schuß bebüte ihn bis an's Ziel der Lebensbahn. Auch uns, o Höchster! woll'st du stärken zu regem Fleiß in guten Werken. Noch ist es Tag, bald kommt die Nacht! Wohl Allen, die sich Christen nennen und einst mit Jesu sagen können: ,, Herr, nimm uns auf, es ist vollbracht!"

G. Fr. W. Schult, 1774-1842.

Ehe- Jubelfeier.

Mel. 138. Meinen Jesum laß ich nicht zc.

560. Neu verjüngt, im Sil­berbaar', nah' schon an des Grabes Nande, knüpft ein frommes Ehepaar noch ein­mal der Liebe Bande, und mit Nührung blicken wir, ew'ger Vater, auf zu dir!

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2. Du, o Gott, haft bis

, die Laft; die Ernte reicher hieher diese Liebenden geleitet;

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